Und was verstehen Sie unter großen Kampagnen?

Zunächst einmal muss es eine große Grundidee geben. 'Grow up' ist so eine Grundidee, aber auch 'Umparken im Kopf'. Und natürlich geht es auch um mehr Sichtbarkeit, Crossmedialität und bessere Integration.

Bei Antoni arbeiten lauter Petrol-Heads. Katjes steht für FMCG und Food. Wie kamen Sie zusammen?

Wir waren länger schon auf der Suche nach einer Agentur. Das war jetzt keine Entscheidung, die über Nacht gefällt wurde. Es gab etliche Gespräche mit Antoni, aber keinen Pitch und das ganze Kokolores. Wichtig war mir, dass man eine gemeinsame Basis findet für das, was man erreichen will. Es hat sich schnell eine Art Grundvertrauen entwickelt. Die Chemie stimmt. Und natürlich haben wir über Dinge wie die neuen Mitarbeiter und das Büro gesprochen. Alles Themen, die sonst nicht auf der Agenda stehen. Normalerweise gibt es bereits eine Agentur als Apparat und man packt einfach einen weiteren Kunden darauf.

Mit wem haben Sie bislang zusammengearbeitet?

Bis letztes Jahr war Jung von Matt/Spree unsere Hauptagentur, auch wenn wir mal mit Dojo Projekte umgesetzt haben. Die Beziehung hielt etwa sechs Jahre. Am Anfang herrschte richtig Begeisterung, aber über die Zeit schleift sich eine gewisse Normalität ein. Teams ändern sich und es liegt nicht immer der volle Fokus auf der Marke. Das soll keine Kritik an Jung von Matt sein. Es ist eine Entwicklung, die sehr oft eintritt. Wir aber sind da etwas eigen. Wir glauben ganz fest daran, dass unsere Marke etwas ganz Tolles ist und wollen jetzt die Monogamie.

Katjes Fassin ist seit Jahren sehr expansiv im Markt unterwegs. Wie lauten nun Ihre Vorgaben für die neue Agentur?

Wir starten offiziell am 1. September. Ende Januar kommenden Jahres findet der für uns wichtigste Event statt, die Internationale Süßwarenmesse. Bis dahin wollen wir alle Kampagnen für 2018 festgezurrt haben. Für alle Marken. Der Schwerpunkt wird natürlich bei Katjes und Wick liegen.

Mehr zur Katjes-Agentur von Antoni lesen Sie in der neuen W&V (Ausgabe Nr. 27/2017 vom 3. Juli)



Peter Hammer
Autor: Peter Hammer

begleitet seit vielen Jahren redaktionell die Agentur-Branche, für die W&V wie auch früher für den Kontakter. Als Ressortleiter wie Redaktionsleiter. Liebt gute Kreation, aber mehr noch interessante und innovative Geschäftsmodelle. Unabhängig von Kanal und Größe. Was ihn immer wieder überrascht: Wie viele spannende Menschen es in der Branche gibt.