Bloods neues Design

Neues Personal musste die Agentur dafür nicht einstellen. Sie sind 20 Leute und 20 Leute wollen sie bleiben. "Wachstum um jeden Preis, also auf Kosten von Qualität und Ressource, ist für uns keine Dimension", sagt Lars Kempin. Außerdem sichere das die operative Nähe der Entscheider zum Kunden. Alle Mitarbeiter können sich selbst weiterbilden, wie sie mögen. Die Agentur fördert und begleitet das.

Ein Topf, ein Kopf

Die Kultur der Agentur haben sie bei der Gelegenheit auch gleich neu erfunden. Um unternehmerisches Handeln besser zu verstehen und regelmäßig Inspiration zu futtern, hat Blood ein eigenes Format entwickelt: #eintopfeinkopf. Jeden Monat laden sie in Hamburg inspirierende Persönlichkeiten zum gemeinsamen Abendessen ein, die sie bekochen. Und befragen. Michael Trautmann war schon da.

So ist auch ein Netzwerk kleiner, inhabergeführter Agenturen entstanden, das Blood inittiert hat. Vieles ist möglich: Man besucht Agenturen wie Kesselskramer in Amsterdam, Kooperationspartner Darkhorse und Blood tauschen Praktikanten aus, mit der Darmstädter Innovationsberatung Quäntchen + Glück testen sie Prototypen bei Pizza und Bier.

Neue Etats für Blood

Die ersten Neukunden begrüßen die neue Ausrichtung von Blood bereits. Etats kamen neu hinzu von Kühlmann, einem Hersteller von Feinkostprodukten, für den Blood neben der Kampagne zuvor die Marke repositioniert und auch Produkte mit entwickelt hat. Auch hier hilft die digitale Marktforschung, das Potenzial der neuen Ware zu testen.

Mair Dumont, den Verlag für Reisefachliteratur, konnte Blood ebenfalls in einem Pitch überzeugen, und 99 Hotels. Die erste Kampagnen werden demnächst zu sehen sein.


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine.