Es ist kein Geheimnis, dass PR-Networks unter Druck stehen. Als integrierte Full-Serviceanbieter fehlt ihnen das Profil, um im Markt zu bestehen. Gleichzeitig sind sie als börsennotierte Gebilde zur kurzfristigen Gewinnmaximierung verdammt. Noch funktioniert das Geschäftsmodell des "Mehr von allem", wie es Matthias Schrader, Chef von Accenture Interactive, im Top 5 Club einmal so treffend gesagt hat.

Die Zukunft ist offen

Über kurz oder lang aber müssten sich auch Networks auf bestimmte Services, ein bestimmtes Leistungs- oder Kundenportfolio, gar gewisse Marken fokussieren und dafür zum Teil sicher auch kleiner werden. Dazu fehlt den meisten aber der Mut. Vielleicht hat Schulz Veränderungen in dieser Hinsicht auch bei Weber Shandwick angestoßen, damit aber nichts erreicht.

Was Christiane Schulz jetzt vorhat, lässt sie offen. Zunächst einmal will sie eine Pause machen, als Präsidentin der GPRA aber weiterhin engagiert sein. Über ihre Nachfolge ist nichts bekannt.


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.