E-Mobilität :
Design-Agentur von Leo Burnett entwickelt E-Roller

Die Designagentur Leo Burnett-Laeufer hat für das Startup Ujet einen High-Tech-Scooter mitentworfen. Auch die Entwicklung der Marke übernahm die Agentur. 

Text: Maximilian Flaig

Ergebnis nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit: Die leichten Roller von Ujet.
Ergebnis nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit: Die leichten Roller von Ujet.

Leo Burnett-Laeufer, der Berliner Designableger von Leo Burnett, hat gemeinsam mit dem Startup Ujet einen gleichnamigen Elektro-Roller entwickelt. Ziel des Kunden mit Hauptsitz in Luxemburg ist es, die Mobilitätsprobleme von Großstädten zu lösen und dafür technologische Ideen zu entwickeln. 

Das komplette Produktdesign von Ujet sowie die Entwicklung der Marke inklusive ihrer visuellen Ausrichtung übernahmen die Experten von Leo Burnett-Laeufer.

„Eigentlich sollten wir lediglich die Marke Ujet von Grund auf entwickeln – von der Brand-Strategy über das Brand- und Corporate-Design bis hin zu ersten Kommunikationsmaßnahmen wie z.B. deren Website“, bemerkt Andreas Laeufer, Executive Creative Director von Leo Burnett-Laeufer. "Doch bereits im ersten Kunden-Meeting wurde allen bewusst, dass das Produkt-Design den Erfolg und den Charakter der Marke entscheidend definiert. Ohne zu zögern boten wir an, auch den Roller selbst zu gestalten".

Der Tesla unter den Rollern 

Das Ergebnis nach zwei Jahren Entwicklung ist ein High-Tech-Roller, der gerade einmal 43 Kilogramm wiegt. In nur zwei Stunden geladen schafft Ujet eine Reichweite von bis zu 150 km. Der 45 km/h schnelle Antrieb sitzt in speichenlosen Rädern, sogenannten "Orbital-Wheels".

Der Roller ist mit eigenem W-Lan-System vernetzt, hat ein eingebautes Soundsystem sowie eine HD-Kamera und wird per Smartphone-App gestartet und verwaltet. Zudem lässt sich der Roller in Sekundenschnelle zusammenfalten und im Auto verstauen.

Der Elektro-Scooter von Ujet

Der Elektro-Scooter von Ujet

Ujet kann mit unterschiedlichen Sitzhöhen bestellt werden, die das Fahren sicherer und bequemer machen sollen. Der Sitz, in dem die Akkus verbaut sind, lässt sich abnehmen und wie ein Rollkoffer beispielsweise zum Picknick in einen Park ziehen, wo er als eigene Stromquelle und Bluetooth-gesteuertes Soundsystem dienen kann.

„Immer an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet haben wir die perfekte Kombination aus neuester Technologie und außergewöhnlicher Eleganz gesucht. Andreas Laeufer und sein Team mit ihrer langjährigen Erfahrung im gehobenen Life-Style Segment sind nicht nur der perfekte Partner für die Entwicklung einer besonderen Marke, sondern auch der damit einhergehenden Formsprache und Funktion unseres Produktes“, sagt Hugues Despres, Vice President Sales & Marketing.

Der Ujet wurde erstmals auf der CES in Las Vegas vorgestellt. Der Verkauf startet 2018 in vielen europäischen Städten, gefolgt von den USA und Asien. Auch in Deutschland hat der Verkaufsstart begonnen. Die Modelle werden hierzulande ab September ausgeliefert.


Autor:

Maximilian Flaig

Unterstützt als Werkstudent die Redaktion in allen Bereichen. Während seines aktuellen Masterstudiengangs American History, Culture and Society schrieb Maximilian Flaig bereits für die "Süddeutsche Zeitung".