Neuer Name :
Kim Alexandra Notz führt Holding KNSKB+ an

Bislang waren KNSK und Bissinger nur miteinander verflochten. Jetzt gründen sie eine gemeinsame Holding, die auch für ein neues, integriertes Angebot stehen soll: KNSKB+.

Text: Conrad Breyer

Kim Alexandra Notz will mit KNSKB+ gerade auch mittelständische Agenturen für Content Campaigning gewinnen.
Kim Alexandra Notz will mit KNSKB+ gerade auch mittelständische Agenturen für Content Campaigning gewinnen.

Das B ist neu, der ganze Name und der Eintrag ins Handelsregister. Überhaupt hat Managing Partner Kim Alexandra Notz jetzt alle Hände voll zu tun. KNSK und Bissinger + machen schon länger gemeinsame Sache (Umsatz 2017: 18,34 Mio. Euro, 175 Mitarbeiter).

Angefangen hatte 2016 alles mit einer gesellschaftsrechtlichen Verflechtung der zwei Firmen in Hamburg und Essen; jetzt geben alle Gesellschafter ihr Anteile in eine neue Holding und die heißt KNSKB+. Notz, designierte Nachfolgerin von der KNSK-Granden Detmar Karpinski und Werner Knopf, sieht darin ein sehr zeitgemäßes Angebot für den Markt. Klar tut sie das.

Tatsächlich aber etablieren die Gesellschafter - neben Notz, Karpinski und Knopf sind das noch Manfred Bissinger, Torsten Nitzsche, Olaf Uthmann, Tim Krink und Arne Cordes - hier ein Agenturmodell, mit dem sie integriert arbeiten können. Alles kommt aus einer Hand: Strategie, Content und Werbung. Dafür gibt es KNSKB+.

Was bleibt ...

Einzeln anbieten können sie ihr Know-how aber auch. Dafür behalten sie die Marken KNSK Brand Lab ("Strategien, die Marken antreiben"), KNSK ("Werbung, die berührt") und Bissinger + ("Geschichten, die Profil geben"), allesamt nach wie vor eigene GmbHs, die zu 100 Prozent der KNSKB+ gehören. Aber die gemeinsame Gewinn- und Verlustrechnung funktioniere. Eigentlich klug: Kunden sehen auf einen Blick, was die Agentur kann.

Signal Iduna hat sich davon schon beeindrucken lassen, KNSKB+ arbeitet seit einigen Monaten als Leadagentur auf dem Etat. Zum Kundenportfolio gehören außerdem Autostadt, BSH, Cewe, Total, Vattenfall, Vivawest und das ZDF, um nur einige zu nennen.

Der Mittelstand interessiert sich für Content

Die Agentur geht davon aus, dass der große Boom für Content Campaigning erst noch kommt. Nach den großen Konzernen wollten sich jetzt auch alle anderen Unternehmen versuchen, gerade der Mittelstand. Und die, so Notz, vertrauten einer Agentur, die auf bewährte Namen wie KNSK setzen kann, natürlich eher als zum Beispiel einer Territory oder C3. KNSKB+ biete außerdem eine gewisse Bodenständigkeit.

Den Beweis muss Kim Alexandra Notz aber erst noch antreten.


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.