Seine politische Arbeit in Berlin hat der Agenturenverband in den vergangenen Jahren ebenfalls intensiviert, was einst abtrünnige Mitglieder wie Serviceplan wieder zurück in den Verband gebracht hat. Hier eine Bilanz zu Minacks Kandidatur 2019. Außerdem hat der GWA zu den verschiedensten Themen branchenintern Initiativen lanciert, die den eigenen Mitgliedern zugute kommen. Es ging da ums Geschäftsmodell Agentur, Diversity und Gleichstellung, den Austausch der Agenturen und Branchenverbände untereinander.

Profilierte Nachfolge

Um Nachwuchs für die Agenturwelt zu gewinnen, ist der GWA Kooperationen mit Hochschulen eingegangen, hat Kontakte zu Professor:innen geknüpft, ein Azubi-Programm aufgesetzt, die Eventreihe "Kickstart" für Studierende sowie kürzlich einen U30-Beirat aus der Taufe gehoben.

Und natürlich vergab der Verband weiterhin den branchenrelevanten Effie, der die Effektivität von Kampagnen würdigt. Nie zuvor habe es so viele Einreichungen gegeben wie in den Jahren 2020 und 2021, was auch daran gelegen haben mag, dass die Einreichungen in der Corona-Zeit zumindest 2020 kostenlos waren. Um Agenturen zu unterstützen, hat der GWA einiges getan: Es gab Austausch-, Support- und Beratungsangebote auch für Nichtmitglieder.

Larissa Pohl übernimmt jetzt die Verantwortung. Sie wäre bereit, wenn sie gewählt wird. "Sie ist eine der profiliertesten Akteur:innen unserer Branche", lobt Minack. "Vor ihrer integrativen Leistungsfähigkeit und analytischen Kraft habe ich viel Respekt. Ihre tiefe Kenntnis der wirtschaftliche Zusammenhänge unseres Geschäfts und ihre Ideen zur Zukunft der Agenturen machen sie zu einer besonderen Impulsgeberin."



Conrad Breyer, W&V
Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.