GGH-MullenLowe-CEO Benedikt Holtappels beschwört den neuen Auftraggeber Bahlsen als "eine der stärksten deutschen Marken mit viel Historie und Tradition". Er soll nun die Marke auf einem internationalen Level weiterentwickeln. Dazu passt die Zusammenarbeit mit den Londoner Kreativkollegen: MullenLowes Londoner Executive-Partner Phil Rumbol war früher Marketing Director bei der Süßwarenmarke Cadbury.

Dieser internationale Gewinn sei die "Fortsetzung jüngster Etat-Gewinne wie Rossmann und dem CRM-Geschäft der Deutschen Bahn für GGH MullenLowe in Deutschland", heißt es vom Team Holtappels.

Wen die MullenLowe Group ablöst

In den vergangenen Jahren lag die deutsche Kreation bei Kolle Rebbe. Die Agentur betreut seit über 13 Jahren die Marke Leibniz von Bahlsen; 2014 war der Etat für die Marke Bahlsen dazugekommen, der allerdings bereits seit einiger Zeit nur noch projektweise und auch von anderen Agenturen wie Dojo betreut wird. Bei Leibniz und Pickup ist Kolle Rebbe weiter fest am Ball, bei Bahlsen ist jetzt MullenLowe am Zug. 

Bahlsen hat hierzulande zum Jahreswechsel auch die Mediagentur ausgetauscht; Mediaplus löste Carat bei Bahlsen ab. Laut dem Marktforscher Ebiquity hat das Unternehmen, dessen letztes Familienmitglied sich kürzlich aus der Geschäftsführung zurückgezogen hat, vergangenes Jahr rund 14 Millionen Euro brutto für klassische Werbung ausgegeben. Zum Konzern gehören die Marken Bahlsen, Leibniz, Pickup und Brandt.

Bahlsen hatte mit Kamran Wührmann im vergangenen Sommer seinen Marketingchef verloren. Ende 2017 übernahm der langjährige Danone-Manager Dieter Lutz den Posten. 


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.