Den Publikumspreis nimmt Vice Media für den Opel-Spot "Standard Evolved" entgegen. "Das Video zeigt alternative und zeitgemäße Lebensrealitäten, indem es diverse Körperbilder, ethnische Zugehörigkeiten und sexuelle Identitäten als ‚neuen deutschen Standard‘ beschreibt", heißt es zur Begründung.

Das ist der Werbefilm:

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Doch es gibt  auch einen Rüffel im Umfeld der diesjähriges Preisverleihung – für den letztjährigen Pudel-Gewinner Heimat und den in der Rassismuskritik stehenden Hornbach-Spot "So riecht das Frühjahr"

Gemeint ist dieses Werk: 

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"Der Spot, in dem eine asiatische Frau zwanghaft an Unterwäsche eines deutschen Gärtners schnüffelt, wird auch von Pinkstinks kritisiert", heißt es.

Pinkstinks-Geschäftsführerin Stevie Schmiedel resümiert: "Die deutsche Werbebranche hat sich in den letzten Jahren intensiv mit Sexismus beschäftigt und viel gelernt. Jetzt müssen wir auch über Rassismus reden – vielen ist nicht klar, was das eigentlich genau ist und wo er anfängt." In ihrer Rede auf der Preisverleihung am Donnerstagabend hat Schmiedel an die Gäste aus der Werbebranche appelliert, sich ihrer Verantwortung in einem immer mehr zum Populismus tendierenden Europa bewusst zu werden.

Übrigens: Moderne, mit Geschlechterklischees brechende Kampagnen sind in Deutschland laut Pinkstinks noch immer selten. Während die Organisation zwischen 2017 und heute knapp 4000 sexistische Werbeanzeigen zählte, standen für den Pinken Pudel nur 25 progressive Werbekampagnen zur Wahl.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.