Man ist respektvoll und zugleich radikal mit den visuellen Assets umgegangen. Eine radikale Änderung der Wortmarke, die sich nun aber harmonischer ins Gesamtbild fügt. Eine Besinnung auf das, was Rimowa als Erlebnis ausmacht, übertragen in ein stimmiges Packaging-Konzept. Das Herausstellen der Rimowa-typischen Rillen als prägendes Designelement, das dem Auftritt eine klare und zugleich zeitlose Typik verleiht. Und das Ganze zu Ende gedacht über alle Kontaktpunkte – vom Briefpapier, über den Shop bis hin ins letzte Detail des Produktes selber.

Interessant wird sein, wie Rimowa diesen ersten, richtigen Schritt nun nutzt, um die Identität der Marke zu kapitalisieren, das Geschäft zukunftssicher weiterzuentwickeln und zu transformieren, und so schlussendlich als Unternehmen erfolgreich zu wachsen.

Ich hoffe, meine Lieblingskoffermarke bleibt weiter mutig. Bis hierher aber ein klarer Glückwunsch an die Kreateure und Entscheider. Chapeau!

Der Autor:  Jens Grefen ist Executive Director Creation bei Interbrand und Teil des Führungsteams von Interbrand Central and Eastern Europe. Er studierte visuelle Kommunikation in Dortmund und San Francisco und arbeitet seit 2004 bei Interbrand vom Standort Köln aus, an dem er das Design-Team leitet. Zu den von ihm betreuten Marken und Unternehmen zählen unter anderem ABB, BASF, DER Touristik, Deutsche Telekom, Lanxess, SAP, Schindler, Thyssenkrupp, oder Tui.


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W&V Redaktion
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