US-Geschäft :
SapientRazorfish entlässt 100 US-Mitarbeiter

Publicis strukturiert einmal mehr seine Digitaltochter SapientRazorfish in den USA um. Das kostet nicht nur 100 Jobs, sondern eventuell auch den Agenturnamen.

Text: W&V Redaktion

Die Geschäfte laufen in diesem Jahr offenbar nicht so gut.
Die Geschäfte laufen in diesem Jahr offenbar nicht so gut.

Gut ein Jahr nach der Zusammenführung von SapientNitro und Razorfish zu SapientRazorfish hat Publicis seine Agentur für digitale Transformation in den USA erneut umstrukturiert. In diversen Büros sind bis zu 100 Stellen gestrichen worden, hat Adweek.com aus Insiderkreisen erfahren. Besonders hart soll es die Standorte in Los Angeles und Cleveland getroffen haben.

Mit den Stellenstreichungen will Publicis offenbar die Ergebnisse für das dritte und vierte Quartal aufhübschen. Denn die Geschäfte liefen für SapientRazorfish in diesem Jahr bislang offenbar nicht so gut. Das Umsatzziel für 2018 könnte nicht erreicht werden, heißt es aus Insiderkreisen. Zudem wird gemunkelt, dass Publicis Razorfish in Publicis.Sapient integrieren will.

Die Agentur-Holding kaufte Razorfish 2009 für 500 Millionen Dollar von Microsoft. Für Sapient legte das Unternehmen 2015 vier Milliarden Dollar auf den Tisch. Doch so richtig rund liefen beide Agenturen unter dem Publicis-Dach bislang nicht.


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.