Ganz anders die Kampagne von Reporter ohne Grenzen: Die NGO nutzt die WM als Plattform für ein ernsteres Thema: um für Pressefreiheit in Russland zu kämpfen. Mit der Agentur Leo Burnett hat sie die Kampagne „The Unofficial Football“ entwickelt. Herzstück ist die Website theunofficial.football, die ebendiesen inoffiziellen Fußball darstellt. Er zeigt verpixelte Bilder.

The unofficial football

The Unofficial Football von Reporter ohne Grenzen

Per Klick darauf offenbart er Informationen über verfolgte Medien, inhaftierte Journalisten, über Zensur und Überwachung sowie über die Gesetze, mit denen der Kreml die Meinungsfreiheit beschränken will.

Zwei Tage vor der WM stellte Reporter ohne Grenzen den Ball bei einer Aktion vor der Russischen Botschaft in Berlin vor. „Der Ball liegt jetzt bei der russischen Regierung“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. "Sie hat sich als WM-Gastgeber dazu verpflichtet, die Pressefreiheit zu achten und muss nun zeigen, dass dies nicht nur hohle Worte sind." Per Klick kann man den Ball weiterspielen und die Botschaft in sozialen Medien teilen.    



Autor: Verena Gründel

ist seit 2017 bei W&V, zuerst als Redakteurin im Marketingressort, jetzt als Mitglied der Chefredaktion. Sie schreibt am liebsten über Food-, Fitness-, Kosmetik- und Digitalthemen - und über spannende Marken- und Transformationsgeschichten. Wenn daneben noch Zeit bleibt, kocht und textet sie für ihren Foodblog und treibt viel Sport. Wenn sie länger frei hat, reist sie mit dem Auto durch die Welt, am liebsten durch Lateinamerika.