Bieterwettstreit :
WPP droht Sorrell im Kampf um MediaMonks

Mit seinem Übernahmegebot für MediaMonks bringt Sir Martin Sorrell seinen Ex-Arbeitgeber WPP so richtig auf die Barrikaden - und sich selbst unter Umständen um 20 Millionen Pfund an noch ausstehenden Zahlungen.

Text: W&V Redaktion

Um die Digitalagentur MediaMonks (hier Screenshot der Homepage) hat sich ein Bieterstreit entbrannt.
Um die Digitalagentur MediaMonks (hier Screenshot der Homepage) hat sich ein Bieterstreit entbrannt.

Im Bieterwettstreit zwischen WPP und dem Ex-CEO der Agentur-Holding, Sir Martin Sorrell, um die niederländische Digital-Agentur MediaMonks klirren inzwischen die Säbel. Wie Sky News berichtet, erhielt Sorrell von den Anwälten seines ehemaligen Arbeitgebers ein Schreiben, in dem er davor gewarnt wurde, mit dem Angebot für MediaMonks seine Vertraulichkeitsverpflichtungen zu verletzten. Damit würde er auch noch sein Recht auf ausstehende Zahlungen aus Aktienanteilen verwirken.

Welchen Wert diese Zahlungen haben, ist unklar. In Insiderkreisen wird er auf rund 20 Millionen Pfund geschätzt. Aus Sorrells Umfeld ist zu hören, der Schritt von WPP sei ein "kläglicher Versuch", sein Gebot für MediaMonks ins Wanken zu bringen. Die Agentur zählt Marken wie Audi und Lego zu ihren Kunden.

Medienberichten zufolge soll der Wert des Deals bei 265 Millionen Pfund oder umgerechnet knapp 300 Millionen Euro liegen. Die Digitalagentur MediaMonks hat elf Standorte mit insgesamt 650 Mitarbeitern.  


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