Social Media :
6 Kreativtipps für exzellente Instagram-Auftritte

Instagram kommt in der Markenkommunikation eine wachsende Rolle zu - erst recht nach den neuesten Änderungen. Wie Sie Ihre Marke mit kreativen Highlights nach vorne bringen.

Text: Annette Mattgey

Auch die Bildunterschrift ist Teil der Markenidentität.
Auch die Bildunterschrift ist Teil der Markenidentität.

Einst als Bilder-Dienst gestartet, rüstet Instagram sich immer stärker, um auch für Unternehmen attraktiv zu werden. Zuletzt mit der neuen Funktion "Shoppable Posts". Dabei haben Händler die Möglichkeit, in ihren Instagram-Posts Produkte zu verlinken, die dann vom User direkt auf der Plattform gekauft werden können. Ein einschneidender Schritt, so das Experten-Urteil: "Die Einführung der Shopping-Funktion von Instagram in Europa ist ein Weckruf an den traditionellen Handel. Jetzt besteht zum ersten Mal die Möglichkeit, dass die Karten im Online-Handel grundlegend neu verteilt werden", sagte Moritz Hagenmüller, Handelsexperte der Beratungsfirma Accenture.

Relevant sind die neuen Möglichkeiten etwa für Marken aus den Bereichen Fashion und Möbel, aber auch für Elektronik und Design. "Zuallererst ist es notwendig, die eigenen Produkte für diesen Kanal zu optimieren und automatisiert über Datenfeeds auszuspielen", erklärt Jan Bechler, Gründer und Geschäftsführer von Finc3 Commerce, Hamburg. "Neben den technischen Grundlagen und der permanenten Analyse und Optimierung ist auch die Kreation relevant. Nur dann, wenn Postings und Anzeigen optimal auf den Kanal Instagram zugeschnitten sind, kann ein bestmögliches Ergebnis erzielt werden."

Wie das gelingt, weiß Moghaddam Ghazvini, Senior Marketing Manager Central Europe bei Hootsuite. Hootsuite hilft bei der Verwaltung und Analyse von Social-Media-Accounts.

Hier sind ihre 6 Kreativtipps für Marken auf Instagram:

Tipp 1: Bildunterschriften für den richtigen Kontext

So sehr es bei Instagram um faszinierende optische Inhalte geht, so wenig sollten Marken die Bildunterschriften vernachlässigen. Sie bieten ihnen die Chance, eine Geschichte zu erzählen. Bildunterschriften können auf Instagram bis zu 2.200 Zeichen lang sein, einschließlich Emoji und bis zu 30 Hashtags. Richtig angewendet, können Marken mit Instagram-Bildunterschriften ein Bild vertiefen, ihm einen Kontext verleihen und Follower sogar zum Lachen bringen, wenn die passenden Emojis eingesetzt werden.

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Zudem kann über Bildunterschriften die Verbindung zwischen Foto und Unternehmen hergestellt werden, der Content wird für die Zielgruppe verständlicher. Generell gilt: Eine gute Beschriftung fügt Kontext hinzu, zeigt die Persönlichkeit der Marke auf, unterhält das Publikum und fordert Follower zum Handeln auf. 

Tipp 2: Foto- und Videoalben erzählen Geschichten

Instagram bietet mittlerweile mehr als nur das Hochladen einzelner Bilder. In einem Instagram-Post können bis zu zehn Fotos und Videos untergebracht werden. Follower können sich dann durch den Post wischen und jedes einzelne Bild betrachten. Mit den Alben kann ein Unternehmen zudem Fotos und Videos kombinieren, um Geschichten zu erzählen und auf höchst anregende Weise Informationen zu vermitteln.

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Eine beliebte Taktik, um mehrere Elemente in einem Beitrag zusammenzufassen, sind Anleitungen, beispielsweise für ein neues Produkt. Dafür werden Anweisungen unter jedes Foto kommentiert oder in einem Video erklärt. Besonders gut funktionieren auch Fotoserien, die eine Veranstaltung dokumentieren. Follower bekommen so einen Eindruck von der Event-Atmosphäre, ohne mit Massenposts vollgespammt zu werden.

Tipp 3: Marken-Hashtags erhöhen Sichtbarkeit

Auch nicht-visuelle Elemente runden auf Instagram die Markenidentität ab: zum Beispiel eine einheitliche Sprache oder ein einheitlicher Stil bei den Bildunterschriften. Eigene Marken-Hashtags gehören ebenfalls zu den Maßnahmen, die einen Instagram-Account bekannter machen. 

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Unternehmen sollten dabei aber nicht einfach ihren Firmennamen als Hashtag einsetzen, sondern einen Hashtag entwickeln, der die Marke verkörpert und Follower zum Teilen von Fotos anregt. So fordert der Sportartikelhersteller Lululemon Athletica beispielsweise Follower dazu auf, eigene Trainingsfotos mit dem Hashtag #thesweatlife zu markieren und initiierte damit zehntausende Posts innerhalb der eigenen Community, da sich viele User mit dem Hashtag identifizierten.

Tipp 4: Instagram Stories bieten Spielraum für kreative Interaktionen

Neben Foto-Streams bietet Instagram die Möglichkeit, Content in Echtzeit zu teilen. Instagram Stories haben es in kürzester Zeit geschafft, Tag für Tag durchschnittlich 250 Millionen Nutzer anzuziehen. Funktionen wie verschwindender Content und Live-Übertragungen machen Instagram Stories zum perfekten Medium für Marken, die kreativ etwas wagen möchten.

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Zum Beispiel, wenn es um User Generated Content (UGC) geht: Marken können ihre Anhänger auffordern, ihr Lieblingsprodukt als Screenshot zu posten und dies dann für eine Umfrage nutzen. Dabei bitten sie die Follower abzustimmen, welcher UGC im Marken-Feed erscheinen soll oder was sie von der neuesten Produkteinführung halten. Das steigert die Interaktion und Unternehmen lernen die Interessen ihrer Zielgruppe besser kennen. 

Gewinnspiele sind eine weitere Taktik zur Follower-Bindung: Über Instagram Stories können Unternehmen ihren Anhängern ein spezielles Angebot oder einen Gutschein anbieten. So belohnen sie ihre treuesten Anhänger und geben ihnen einen zusätzlichen Anreiz, Inhalte zu teilen. Follower fühlen sich so bevorzugt und werden die Marke weiterempfehlen.

Tipp 5: Kooperationen mit Influencern steigern die Bekanntheit

Um die eigene Bekanntheit zu steigern, sollten Unternehmen auch auf Instagram nach Influencern suchen, die für die Marke oder die Branche relevant sind. Dabei reicht es nicht nur aus, diesen Accounts zu folgen. Wie im wahren Leben ist die Beziehungspflege das A und O und Marken sollten Influencern ein Gefühl der Wertschätzung geben.

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Besonders gut dafür geeignet sind Takeovers: Dabei überlassen Unternehmen einem Influencer für einen Tag die Kontrolle über ihren Account. Oder bieten ihnen an, gesponserten Content auf den eigenen Profilen zu veröffentlichen. Das Ergebnis ist eine Win-Win-Situation: Influencer bekommen das Gefühl der Exklusivität und Marken profitieren von der großen Instagram-Community, über die der Content geteilt wird. 

Ein weiterer Tipp: Um die Marketing-Budgets nicht übermäßig zu belasten, können kleine oder mittelständische Unternehmen einen Takeover in Kooperation mit lokalen Influencern initiieren.

Tipp 6: Instagram-Werbung erhöht nicht nur die Reichweite von Posts

Waren die bisherigen Tipps eher dem organischen Wachstum gewidmet, verleihen Marken ihren Accounts mit Social-Media-Werbung einen stärkeren Wachstumsschub. Egal, ob Unternehmen ihre Bekanntheit erhöhen, mehr Website-Zugriffe oder mehr Downloads ihrer Mobil-App erreichen wollen: Mit Instagram Ads erreichen sie ein großes und aufmerksames Publikum in allen Phasen seines Kaufentscheidungsprozesses, so dass Entscheider diese Strategie durchaus in Betracht ziehen sollten.

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Dabei lässt sich der Erfolg einer Werbekampagne auf Instagram gut und transparent messen. Denn Instagram bietet Kennzahlen zur Reichweite innerhalb der Zielgruppe, Engagement aber auch Conversions. So lässt sich der Return on Invest (ROI) einer Werbekampagne auf Instagram schnell ermitteln und Entscheider können entsprechend mit neuen Ads nachjustieren, um der Kampagne zum gewünschten Erfolg zu verhelfen.

Fazit:

Erst ein unverwechselbarer Auftritt sorgt für Sichtbarkeit und die richtigen Inhalte garantieren, dass Nutzer einer Marke folgen und mit ihr interagieren. Der Schlüssel zum Erfolg heißt hier allerdings Kreativität. Ein Foto schießen, einen Filter darüberlegen und posten, reicht leider nicht mehr aus. Dieses Rezept hat in der Anfangszeit funktioniert, aber mittlerweile ist die Plattform erwachsen geworden.

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Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".