Jeweils mehr als ein Drittel verwenden ihren Sprachassistenten mehrmals die Woche (38 Prozent) oder sogar täglich (34 Prozent). In erster Linie, um nicht mehr selber tippen zu müssen (70 Prozent), dafür freihändig zu kommunizieren (59 Prozent). Ein wichtiges Argument ist außerdem, auf diese Weise gleichzeitig mehrere Dinge erledigen zu können (49 Prozent).

Wetter, News, Musik

Und wofür werden die Sprachassistenten nun am liebsten genutzt? Neben dem Shoppen werden sie gerne für alltägliche Dinge eingesetzt – beispielsweise zum Abrufen der Wettervorhersage (73 Prozent) oder der Nachrichten (72 Prozent), zum Musikhören (69 Prozent) oder als Wecker (68 Prozent). Knapp 23 Prozent halten Alexa & Co. sogar für geeignet, um mittels Stimme Überweisungen zu tätigen.

Ein wichtiges Anwendungsgebiet ist außerdem die Haussteuerung: Jeder zweite Nutzer von Sprachassistenten (50 Prozent) verfügt über Smart-Home-Anwendungen, die via Stimme gesteuert werden. Knapp 60 Prozent der Nutzer waren zuerst im Besitz eines Smart-Home-Gerätes und entschieden sich anschließend für die Nutzung eines Sprachassistenten.

Angst um die Daten

In Sachen Datensicherheit bleiben die Deutschen trotzdem skeptisch. 38 Prozent aller Nichtnutzer und 22 Prozent der Nutzer von Sprachassistenten empfinden die Dateneingabe via Sprachassistent als unsicher. 20 Prozent der befragten möchten ihrem Sprachassistenten daher möglichst keine persönlichen Daten zur Verfügung stellen. 43 Prozent befürchten sogar, dass der Sprachassistent persönliche Gespräche abhören und speichern könnte.

Für viele ist die Angst um die eigenen Daten sogar der Hauptgrund, Alexa und ihre Mitbewerber gar nicht zu nutzen. Noch: Mehr als jeder zweite Nichtnutzer (57 Prozent) würde erst dann auf die digitalen Dienstleister zurückgreifen, wenn die Datensicherheit gewährleistet ist.

Aber auch der Preis ist ein Argument: 32 Prozent könnten sich vorstellen, einen Sprachassistenten zu nutzen, wenn sie günstiger wären. Für 14 Prozent wäre es sogar ein schlagendes Argument, wenn sie Dialekte verstehen könnten. Bildschirme können bei Alexa & Co. hingegen nicht überzeugen: Nicht einmal jeder Zehnte würde einen Sprachassistenten nutzen, wenn dieser über einen Screen verfügt.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde