Amazon liefert bereits in 37 Städten der USA Waren aus den eigenen Lagern selbst an die Kunden aus. Auch in Deutschland sind vermehrt Paketboten für den Konzern von Haus zu Haus unterwegs. Bei dem neuen Service, der bereits in London gestartet und in Los Angeles getestet wurde, sammelt Amazon allerdings auch Pakete aus den Lagern von Dritthändlern ab, die bisher auf etablierte Paketdienste setzten. Auch wenn sich der Konzern zum Thema SWA noch relativ bedeckt hält, sagte eine Sprecherin immerhin: "Wir führen immer Neuerungen ein und testen Dinge für unsere Kunden und die Unternehmen, die bei Amazon verkaufen, um schneller günstigere Versandoptionen zu schaffen".

Es bleibt allerdings offen, inwieweit Amazon wirklich im großen Stil Pakete für andere Unternehmen zustellen kann. Ähnlich wie Deutsche Post DHL hierzulande, haben UPS und Fedex in den USA über Jahrzehnte hinweg riesige Netzwerke für die Paketzustellung aufgebaut. Die Eroberung des Marktes wäre ein finanzieller Kraftakt. Amazon-Chef Bezos hat aber oft genug gezeigt, dass ihn hohe Investitionen nicht schrecken. Die Konkurrenz rüstet sich bereits: UPS will allein in diesem Jahr bis zu sieben Milliarden Dollar in sein Liefernetzwerk stecken. Ein UPS-Sprecher sagte, man werde Amazon und andere Kunden weiterhin unterstützen. Die neuesten Pläne des Internet-Handelskonzerns wollte er hingegen nicht kommentieren.

dpa


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W&V Redaktion
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