Gemischte Bilanz :
Bei Zalando sparen die Kunden

Es wird zwar öfter beim Onlinehändler Zalando bestellt, aber für geringere Summen. Woran das liegt.

Text: W&V Redaktion

Aus dem Zalando-Portfolio wählen vielen Kunden weniger Hochpreisiges.
Aus dem Zalando-Portfolio wählen vielen Kunden weniger Hochpreisiges.

Kunden des Modehändlers Zalando haben zuletzt deutlich öfter bestellt, aber für kleinere Summen. Im zweiten Quartal gingen 29 Millionen Bestellungen ein. Das waren etwa 7 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum und ein Rekordwert, wie das Unternehmen mitteilt.

 Kunden gaben aber pro Bestellung weniger aus: Im Schnitt landeten Produkte für 60,40 Euro im Warenkorb. Vor einem Jahr waren es noch 64,50 Euro gewesen.

 Co-Vorstandschef Rubin Ritter begründete das unter anderem damit, dass Menschen öfter per Handy bestellen. Diese Bestellungen fielen oft kleiner aus. Dem will der Konzern etwa entgege steuern, in dem er den Kunden komplette Outfits schmackhaft macht.

Zudem habe Zalando mehr junge Kunden, deren Budget einfach kleiner ist, räumt Rubin Ritter ein. Dass der Warenkorb kleiner werde, sei ein Trend, den das Unternehmen im Blick behalten müsse, sagte der Zalando-Manager.

Wenn Kunden mehr kleine Pakete bestellen, bedeutet das für Händler mehr Versandkosten. Auch der heiße Sommer macht es Modefirmen nicht leicht. "Wir hatten zunächst einen sehr späten Start in die Sommersaison und dann plötzlich viel zu schnell sehr heißes Wetter", sagte Ritter. Artikel wie leichte Sommerjacken seien nicht gelaufen.

Insgesamt steigerte Zalando den Umsatz dennoch um 20,9 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro. Der Gewinn stieg im zweiten Quartal auf 51,8 Millionen Euro verglichen mit 47,4 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

W&V Online/dpa


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