Außerdem bietet Google demnächst zunächst in den USA kostenlose Telefongespräche zwischen den "Home"-Geräten an und lässt auch Anrufe ins herkömmliche Netz machen. Amazon hatte gerade erst vergangenen Woche einen ersten "Echo"-Lautsprecher mit Touchscreen präsentiert - und eine Videotelefonie-Funktion angekündigt. Google stellte zwar keinen Lautsprecher mit Display vor, aber seine "Home"-Geräte sollen die visuellen Informationen an andere vernetzte Technik mit Bildschirm wie Fernseher oder Smartphones schicken.

Dabei erkennt der Google-Lautsprecher den Nutzer an der Stimme und sucht dadurch auch die entsprechenden Informationen heraus. Sagt man etwa, "zeige meinen Kalender" oder "rufe meine Mutter an", reicht das dem Gerät bereits als Angabe. Apple arbeitet laut Medienberichten auch an einem Lautsprecher mit Siri an Bord.

Google hatte seinen Assistenten auf der Google I/O vor einem Jahr vorgestellt und im Herbst auf den Markt gebracht. "Wir denken, dass der Assistant auf allen Arten von Geräten verfügbar sein sollte, auf denen er nützlich sein kann", sagte Huffman. Jetzt wird die Software unter anderem auch in Haustechnik der Marke GE eingebunden. Amazon verfolgt einen ähnlichen Ansatz und sicherte sich bereits einen Platz in Hausgeräten des GE-Konkurrenten Whirlpool.

Der Google Assistant auf dem iPhone arbeitet mit verschiedenen Apps des Internet-Konzerns zusammen. So kann man über ihn zum Beispiel ein bestimmtes Youtube-Video starten oder Google Mail nutzen können. Die Assistant-App ist zunächst in den USA verfügbar. Weitere Länder und Sprachversionen sollen folgen.

Künstliche Intelligenz soll auch Googles Fotodienst aufbessern. Der Service könne künftig auf Wunsch des Nutzers zum Beispiel automatisch mit Familienmitgliedern alle Bilder teilen, auf denen sie zu sehen sind. Dabei erkennt die Software selbst, wer auf den Fotos drauf ist. Man könne sich auch darauf beschränken, dass Google Photos nur Adressaten zum Teilen vorschlägt und man die Bilder danach manuell verschickt, hieß es.

In den Fotoservice wird auch der neue Dienst zum Erkennen von Bildinhalten "Google Lens" eingebunden. Damit kann die App zum Beispiel Informationen zu einem Gebäude oder einem Gemälde auf dem Foto liefern - oder auch eine Pflanze an den Blättern erkennen. Außerdem steigt Google ins Geschäft mit Fotobüchern ein. Sie werden für knapp zehn Dollar pro Buch zunächst in den USA verfügbar sein und später in weitere Länder kommen.

Bei virtueller Realität setzte Google seit der Vorstellung der VR-Plattform "Daydream" vor einem Jahr ausschließlich auf die einfachere Lösung mit Brillen-Gehäusen, in die ein Smartphone als Display eingesteckt wird. Jetzt soll unter anderem mit dem PC-Primus Lenovo und dem Smartphone-Anbieter HTC, der ein VR-Vorreiter mit seiner Brille "Vive" ist, ein Headset mit eigenem Bildschirm entwickelt werden, sagte der zuständige Manager Clay Bavor.

Das Google-Betriebssystem Android knackte unterdessen die Marke von zwei Milliarden aktiven Geräten. Damit hat Android ungefähr doppelt so viele Geräte im Markt wie Apple mit seinem iOS-System für iPhones und iPads. Android dominiert vor allem beim Smartphone-Absatz mit einem Marktanteil von über 80 Prozent. Google stellt die Software verschiedenen Herstellern zur Verfügung.

Auch bei anderen Diensten meldete Google hohe Zahlen. So kommt Google Photos demnach auf 500 Millionen aktive Nutzer, die täglich 1,2 Milliarden Bilder hochladen. Und bei YouTube werde jeden Tag eine Milliarde Stunden Video angesehen.


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W&V Redaktion
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