Mediennutzung :
Deutsche knausern bei App-Käufen

Der Marktforscher Kantar TNS hat das App-Nutzungsverhalten der Deutschen untersucht: Fast alle nutzen Apps - wollen dafür mehrheitlich aber kein Geld ausgeben.

Text: Thomas Nötting

Rund zehn Jahre nach ihrer Einführung sind mobile Apps zum Massenphänomen geworden. Über 80 Prozent der Deutschen nutzen die Software-Anwendungen auf Mobiltelefonen, Tablets und Laptops, hat der Meinungsforscher Kantar TNS im Auftrag des Versicherungskonzerns ARAG herausgefunden. Damit gehören die Deutschen zu den aktivsten App-Nutzern in Europa.

Geld ausgeben wollen die Deutschen für Apps allerdings nicht. 95,7 Prozent der Befragten setzen auf kostenfreie Angebote. Nur jeder Dritte (30,1 Prozent) ist bereit, Geld für die Mini-Anwendungen auf dem Smartphone auszugeben.

Männer zahlen dabei deutlich häufiger für Apps als Frauen. 34 Prozent der Männer hat bereits einmal für eine App bezahlt, von den Frauen sind es lediglich 25,4 Prozent.

Messenger-Apps sind unter deutschen Nutzern am beliebtesten

Messenger-Apps sind unter deutschen Nutzern am beliebtesten

Messenger-Apps am beliebtesten

Am intensivsten nutzen die Deutschen so genannte Messenger-Apps. 92,6 Prozent der Befragten haben Dienste wie Facebook, Whatsapp oder Instagram auf dem Handy installiert. Bei jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren sind es mit 98,2 Prozent so gut wie alle mobil in sozialen Netzwerken unterwegs. Aber auch bei den über 60-Jährigen nutzen noch 67,9 Prozent der Befragten eine Messenger-App.

An zweiter Stelle in der Beliebtheitsskala stehen mit 86,0 Prozent so genannte Service-Apps, etwa für Wettervorhersagen oder mit Reise- oder Restaurant-Tipps. Nachrichten-Apps werden von 62,4 Prozent der Deutschen regelmäßig genutzt.

Auch Shopping-Apps wie Amazon oder Zalando haben mit 44,6 Prozent einen relativ starken Zuspruch. Kunden-Apps wie zum Beispiel Anwendungen von Banken oder Versicherungen verwenden insgesamt 39,4 Prozent der Befragten.

Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Kantar TNS insgesamt 1000 Personen.


Autor:

Thomas Nötting
Thomas Nötting

ist Leitender Redakteur bei W&V. Er schreibt vor allem über die Themen Medienwirtschaft, Media und Digitalisierung.