Israel :
Dieser Spotify-Hack erreicht genau die Richtigen

Eine Botschaft, die kaum ein Jugendlicher hören will: Zu laute Musik schädigt das Gehör. Die Zielgruppe findet man am leichtesten bei Spotify. Daher bastelte die israelische Hilfsorganisation Bekol eine Fake-Seite.  

Text: Annette Mattgey

Kopfhörer sind äußerst beliebt bei Jugendlichen.
Kopfhörer sind äußerst beliebt bei Jugendlichen.

Die israelische Hilfsorganisation Bekol, die sich für Hörgeschädigte einsetzt, hat kurzerhand die Spotify-Seite nachgebaut, um ihre Botschaft an die richtige Zielgruppe auszuspielen. Dazu machte sich Bekol den Marktstart in Israel zunutze und buchte Google-Adwords-Anzeigen, die auf den identischen Zwilling der Spotify-Seite leiten. 

Da Jugendliche vor allem über Kopfhörer Musik hören und das mit enormer Lautstärke, steigen die Zahlen der Hörgeschädigten und sinkt das Alter derjenigen, die ein Hörgerät benötigen.

Wer auf die Fake-Seite klickt, bekommt genau diese Aussage zu sehen und hat die Möglichkeit zu spenden, bevor er auf die reguläre Spotify-Seite weitergeleitet wird.  

Die Aktion, die die Agentur BBR Saatchi & Saatchi konzipiert hat, hat sich gelohnt: Die Zugriffe auf die Bekol-Website stiegen um 65 Prozent an. Die monatlichen Spenden haben sich mehr als verdoppelt.

Das ist der Case-Film:

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Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".