Gastbeitrag von Carsten Schwecke :
Ein Plädoyer für die Dmexco

Big Data, E-Privacy, Werbemarkt im Wandel: Themen fürs (immer noch) zentrale Branchenevent Dmexco, findet Media-Impact-CDO Carsten Schwecke. Seine Replik auf die Group-M-Absage.

Text: W&V Redaktion

Media-Impact-CDO Carsten Schwecke bricht eine Lanze für die Dmexco
Media-Impact-CDO Carsten Schwecke bricht eine Lanze für die Dmexco

Nicht nur Mediacom, auch die übrigen Agenturen der Group M stellen in diesem Jahr nicht auf der Digitalmesse Dmexco aus. Das Argument: großer Aufwand, der in keinem Verhältnis mehr zum Ergebnis steht.
Ganz anders sieht das Carsten Schwecke, Chief Digital Officer des Funke-Springer-Vermarkters Media Impact. Hier seine Antwort auf den Mediacom-Abschied von der Dmexco: 

Warum Sie die Dmexco nicht verpassen sollten

Goodbye, Leitmesse? Habe ich etwas verpasst? Meine Meinung: Nie stand der digitale Werbemarkt vor wichtigeren Weichenstellungen als heute. Und damit sind Veranstaltungen wie zum Beispiel die Dmexco auch wichtiger denn je.

Jedenfalls für Player, die den Austausch suchen und den Blick fest nach vorn richten. Die in Möglichkeiten und Ideen denken, statt in Eintrittspreise und Quadratmeterzahlen von Messeständen. Für unser Haus jedenfalls ist der Messeerfolg nicht nur eine Frage des Veranstalters.

Stimmt, Themen gibt es genügend. Unter anderem die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung GDPR und die neue E-Privacy-Verordnung ab Mai 2018. Und damit auch Fragestellungen, denen sich gerade Mediaagenturen nicht verschließen können, sollten und dürfen.

Mich würde zum Beispiel brennend interessieren, mit welchen Ideen und Produkten die OVK-Vermarkter gegen die Dominanz von Google und Facebook anstinken wollen. Oder aber was die Mediaagenturen über ihre Rolle in einer Welt denken, in der es immer häufiger heißt: "First Party Data rules".

Der Rahmen dafür ist da. Füllen müssen ihn aber andere. Das geht sicher auch ohne den Glamour der Dmexco-Verantwortlichen. Aber das immer noch zentrale Branchenevent öffentlich zu diskreditieren, ist für mich dann doch mehr inhaltliche Eigen-PR als für die Digitalbranche in Summe sinnvoll und hilfreich.

Übrigens: Zum Wochenstart haben auch Havas, Zalando sowie Billiger.de verkündet, sich den Dmexco-Stand in diesem Jahr sparen zu wollen. Die Agentur bemängelt unter anderem die "stark gestiegenen Standkosten" - was die Messeveranstalter von sich weisen.


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W&V Redaktion
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