Fab kann 105 Millionen Dollar für Expansion einstreichen

Seit Facebooks Börsengang floss nicht mehr so viel Geld an ein Internet-Start-up: 105 Millionen US-Dollar machten jetzt Investoren locker, um die Verbreitung des Webshops Fab.com zu finanzieren. 

Text: Annette Mattgey

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Seit Facebooks Börsengang floss nicht mehr so viel Geld an ein Internet-Start-up: 105 Millionen US-Dollar machten jetzt Investoren locker, um die Verbreitung des Webshops Fab.com zu finanzieren. In das "globale Lifestyle-Unternehmen", wie es CEO Jason Goldberg nennt, investiert unter anderem der Finanzier Atomico, hinter dem Skype-Gründer Niklas Zennström steht. "Diese Finanzierung ist ein weiterer Meilenstein für das rasante Wachstum von Fab", so Goldberg weiter. Eine Schlüsselrolle spielt dabei nicht zuletzt Roman Kirsch, Managing Director Continental Europe von Fab. Der europäische Umsatzanteil soll bis Jahresende auf 20 Prozent anwachsen, mittelfristig sogar auf mehr als 50 Prozent. Im Februar 2012 hatte Fab.com den deutschen Design-Shop Casacanda gekauft und damit den Grundstein für den Erfolg außerhalb der USA gelegt. Kirsch gehörte zum Führungszirkel von Casacanda.

Mit dem frisch eingeworbenen Geld will Goldberg Fab zur globalen Marke aufbauen: "Unser Ziel ist es, Design zu demokratisieren - wir bieten erschwingliche, individuelle und ästhetische Produkte für jedermann", formuliert Goldberg. Binnen eines Jahres ist es ihm gelungen, einen Kreis von fünf Millionen Mitgliedern aufzubauen, die rund 3,4 Produkte pro Minute kaufen. Die Auswahl haben sie dabei unter rund 5000 internationalen Designern. Jeden Tag wandern zeitlich begrenzt Teile ihres Angebots auf Fab.com. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei im Bereich Social Media. Fab will nicht irgendeine Rabatt-Schleuder sein, sondern setzt auf die Empfehlungen und die Macht der Peer-Groups. Was Freunden gefällt, kann auch für mich ganz gut passen. "Ohne Facebook wäre der Erfolg von Fab nicht darstellbar“, sagte Kirsch exklusiv gegenüber LEAD digital. Etwa 50 Prozent der Mitglieder und der Umsätze realisiert Fab via Facebook.

Lagerräume und Logistik sind der zweite große Bereich, in den Fab jetzt Geld stecken will. Demnächst sollen Kunden nur noch wenige Tage auf ihre Bestellungen warten müssen. Die Verfügbarkeit von Produkten - heute 2.500 pro Tag - will das Unternehmen bis Jahresende auf 10.000 Stück steigern.


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Das Schwesterblatt LEAD digital begleitet sie seit 2011 treu online und versucht, dafür ordentlich Buzz bei Facebook und Twitter zu machen. Ausflüge zu W&V sind durchaus willkommen, insbesondere wenn es um Kampagnen und Karriere-Themen geht.



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