Demokratisierung von Mode :
Nyden lässt Influencer über Modedesign abstimmen

Die H&M-Tochter Nyden will mithilfe von Fashion-Bloggern Mode demokratisieren. Die Kunden finden es toll.

Text: W&V Redaktion

Die H&M-Tochter Nyden sorgt mit einem cleveren Schachzug für virale Verbreitung im Netz. Das Unternehmen hat über einen Instagram-Aufruf neun Influencer angeheuert, die ihre Follower in einer zweiwöchigen Kampagne fragen sollen, welches Designs sie mögen. Erstmals wurden hierfür nicht nur Social-Web-Stars mit großer Reichweite engagiert, sondern bewusst auch weniger bekannte Fashion-Blogger mit nur 10.000 bis 125.000 Followern, meldet Adweek.com

Man glaube sehr an die Power der Community und vertraue darauf, dass sie stärker sei als ein kleines Team von Modedesignern, heißt es von Unternehmensseite. Außerdem würde man so Mode demokratisieren. Auch die Influencer zeigten sich angetan: "Ich fand es gut, dass es für die Nutzer so einfach war, teilzunehmen, und dass sie mitentscheiden durften. Das gibt ihnen das Gefühl, etwas Besonderes zu sein und ein Mitbestimmungsrecht über das zu haben, was man kauft."

Sieben von zehn Influencern ließen Nyden anschließend in ihre Nutzerstatistiken schauen. Demnach gaben 35.000 Nutzer Auskunft. Insgesamt sahen 425.000 Nutzer die Kampagne.

Was lernte das Unternehmen in Sachen Modedesign daraus? 60 Prozent der Nutzer in Los Angeles und 62 Prozent in New York bevorzugen Knöpfe gegenüber Reißverschlüssen. Und 66 Prozent mögen lieber neutrale als krachende Farben.


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W&V Redaktion
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