Procter & Gamble :
P&G beendet den Youtube-Werbeboykott

Über ein Jahr dauerte der Werbeboykott des Konsumgüter-Riesen auf Youtube. Jetzt schaltet P&G wieder Spots - allerdings nur in selbst ausgewählten Videoumfeldern.

Text: Markus Weber

P&G-Marketingchef Marc Pritchard hatte Youtube mit dem Boykott unter Druck gesetzt.
P&G-Marketingchef Marc Pritchard hatte Youtube mit dem Boykott unter Druck gesetzt.

Hintergrund des Boykotts von Procter & Gamble waren die Klagen über unsichere Werbeumfelder auf Youtube. Immer wieder hatten sich Unternehmen darüber beklagt, dass ihre Spots in nicht vertrauenswürdigen Umfeldern zu sehen waren. Werbungtreibende fürchten in diesem Zusammenhang, dass das Markenimage in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

Nach mehr als einem Jahr Pause kehrt P&G jetzt wieder auf die Youtube-Plattform zurück. Spots würden dabei aber nur im Umfeld solcher Videos geschaltet, die man zuvor selbst gesichtet und für markenkonform befunden habe, teilte der weltweit größte Werbungtreibende mit.

Anfang des Jahres war Youtube-Eigner Google seinen Kritikern bereits in wesentlichen Punkten entgegengekommen. Seitdem müssen Publisher mindestens 1.000 Abonnenten und eine Sehdauer von 4.000 Stunden binnen zwölf Monaten vorweisen, um am Youtube-Partnerprogramm teilnehmen zu können. Zudem werden bei "Google Preferred" Inhalte jetzt auch manuell überprüft.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.