Social-Media-Reichweite :
So schlecht steht es um den Traffic aus Facebook wirklich

Die Reichweite von Facebook-Posts hat schon 2017 stark abgenommen, noch vor der Ankündigung zum Newsfeed-Umbau. Andere Netze legten dagegen beim Referral-Traffic zu.

Text: Verena Gründel

Unternehmen erhalten heutedeutlich weniger Traffic aus Facebook als noch vor zwei Jahren.
Unternehmen erhalten heutedeutlich weniger Traffic aus Facebook als noch vor zwei Jahren.

Der Traffic aus Facebook ist im zweiten Halbjahr 2017 dramatisch eingebrochen. Das zeigt eine Analyse von Shareaholic. Lag der Anteil des vom größten sozialen Netzwerks kommenden Traffics 2016 im Schnitt noch bei rund 31 Prozent des Gesamttraffics, waren es im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres nur noch gut 18 Prozent.

Die Gewinner in diesem Vergleich sind Instagram und Pinterest, deren Referral-Traffic deutlich zunahm, wie die Infografik von "Statista" zeigt:

Anteil des Social Media Traffics am Gesamttraffic von Webseiten

Anteil des Social Media Traffics am Gesamttraffic von Webseiten

Die Bedeutung des Portals als Traffic-Lieferant dürfte weiter abnehmen. Schließlich will Konzernchef Mark Zuckerberg den Newsfeed weiter umbauen. Dann sollen noch mehr Posts von Freunden und Familie zu sehen sein und weniger Unternehmen, Medien und politische Gruppen. Die Zeiten der kostenlosen Reichweite auf Facebook dürfte damit vorbei sein. Wer noch gesehen werden will, muss zahlen. 

Im Shareaholic Traffic Report untersuchte Shareaholic die Aktivitäten von rund 400 Mio. Nutzern auf 250 000 mobilen und Desktopseiten mit Nutzerzahlen von 1000 mehr als 1 Mio. monatlichen Nutzern. 


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.