Kinovermarktung :
Wie sich Weischer Media Influencer an Board holt

Kinovermarkter Weischer sichert sich über eine Kooperation mit Nqyer Media den Zugang zu Influencer-Marketing.

Text: Katrin Otto

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Julian Mohr, mit der Digitalisierung groß geworden, wirkt mit Nqyer Media auch für Weischer.
Julian Mohr, mit der Digitalisierung groß geworden, wirkt mit Nqyer Media auch für Weischer.

Kinovermarkter Weischer Media baut auf mehr Einfluss im Social Web. Jüngster Neuzugang und ein wesentlicher Aspekt bei der digitalen Ausrichtung der Unternehmensgruppe ist die Agentur Nqyer Media, ein Startup für Influencer Marketing sowie Content-Strategien und Branded-Entertainment im Netz.

Nqyer ist darauf spezialisiert, für Marken Gespräche im Netz zu planen, zu messen und zu steuern. Die Gründer sind Jan Jatzkowski und Julian Mohr. Beide sind mit der Digitalisierung groß geworden. Mohr erklärt W&V seine digitale Sozialisierung und die Parallelen zwischen Social Media und Finanzbranche.

Mit Influencer-Marketing das Social Web aufmischen: Wie, das erklärt Nqyer Media-Geschäftsführer Julian Mohr 

"Mein digitaler Background und Verständnis von sozialen Medien kam relativ früh dadurch, dass ich seit ich 16 war in Musikbands spielte. Eine Band hat nie Geld und sucht nach kostengünstigen Wegen ein möglich großes Publikum zu erreichen. Da wir ein junges Publikum hatten, und selbst jung waren, waren wir immer auf den entsprechenden Plattformen unterwegs.

Damals war es Myspace, 2009 war es Facebook, dann kam Instagram dazu, dann Snapchat. Immer das was gerade neu war, wurde ausprobiert und Reichweite von einer Plattform mit auf die andere genommen. Bald war Musik nicht mehr so interessant wie Inhalte zu erschaffen (Rockstars waren nicht mehr Typen mit Gitarre sondern jeder der Reichweite hatte und cool war), so dass wir angefangen haben Accounts aufzubauen wie beispielsweise instagram.com/favics

Da wir mit der Band immer auf neue Plattformen gewechselt haben, haben wir schnell verstanden, kostenlos die maximale Reichweite und Relevanz im jeweiligen Algorithmus zu erzielen. Wir stellen fast ausschließlich 'Digital Natives' ein. Also junge Erwachsene, die das Internet nicht als Internet sondern als Social Web verstehen und kennengelernt haben. 

Ich selbst tracke meine Social Media Aktivitäten jeden Tag und verbringe unter der Woche vier bis sechs auf den Plattformen Youtube, Snapchat, Instagram und Facebook. Lese öffentliche Profile aller Altersgruppen und analysiere Like- und Interaktionsmuster verschiedener User- und vor allem Interessensgruppen. 

Was Social Media und Finanzwirtschaft gemeinsam haben

Meine Ausbildung habe ich in der Finanzbranche absolviert. Es gibt unglaublich viele Parallelen zwischen Kapitalismus und Wirkungsweisen von Inhalten in den sozialen Medien. Die Algorithmen funktionieren wie Spiralen. Entweder befindet man sich in einer Aufwärtsspirale oder einer Abwärtsspirale. Ein guter Beitrag sorgt für mehr Follower, die wiederum interagieren, was für mehr Follower sorgt, bis irgendwann eine Sättigung eintritt - es gibt nicht mehr Abnehmer für die Inhalte. 

Die konträr laufenden Interessen 'Strukturierter Kapitalmarkt' versus 'absolute Freiheit, Formlosigkeit und Redefreiheit' befruchten sich gegenseitig."

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Autor:

Katrin Otto
Katrin Otto

ist Redakteurin im Medienressort. Sie schreibt über Radio, Außenwerbung, Kino und Film und freut sich über Empfehlungen für die Bücherseite. Wenn sie nicht in der Redaktion ist, ist sie auf Konzerten, im Kino oder im Wasser.



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