Tech- und Automobilbranche zahlen besonders gut

Zwar sind in dem Ranking der besonders gut zahlenden Unternehmen vom Pharmaunternehmen über Konsumgüterhersteller bis zum Flugzeugbauer viele Wirtschaftsbereiche und Regionen vertreten. Dennoch stechen zwei Branchen dabei hervor: So sind mit jeweils fünf Unternehmen die Tech-Branche (bestehend aus Hard- und Softwareunternehmen) und der Automobilbereich (Hersteller und Technologie-Anbieter) besonders stark unter den Top 20 vertreten.

Anders, als man meinen könnte, fällt das Ergebnis der Finanzunternehmen aus: Mit der Deutschen Bank (Rang 14 mit 68.544 Euro) und der Commerzbank (Platz 16 mit 66.625 Euro) haben es überhaupt nur zwei Arbeitgeber aus dieser Sparte in das Ranking geschafft. Hier dürfte sich allerdings die Tatsache auswirken, dass der flexible Gehaltsanteil in der Finanzwelt eine große Rolle spielt und die Studie aber nur die Grundgehälter untersucht hat.

"Grundsätzlich ist es ein gutes Zeichen für die ausgewogene Leistungsstärke der deutschen  Wirtschaft, dass sich in vielen Branchen Unternehmen finden, die vergleichsweise hohe Gehälter  bezahlen", sagt Felix Altmann, Corporate Communications Manager DACH bei Glassdoor. "Dabei muss ein hohes Gehaltsniveau nicht unbedingt mit aktuellem Erfolg  zusammenhängen, sondern kann auch auf eine starke Entwicklung in der Vergangenheit  zurückzuführen sein, in der das Gehaltsniveau angestiegen ist."

Tech-Dominanz in den USA

Neben dem deutschen Markt hat die Studie auch die Gehälter in den USA unter die Lupe genommen. Hier wird das Ranking mit neun von zehn Unternehmen ganz klar von der Tech-Branche dominiert. Diese sind auch überwiegend an den bekannten Tech-Hubs wie Silicon Valley, San Francisco oder Seattle angesiedelt, wo der "War for Talents" besonders tobt. Platz eins belegt hier Palo Alto Networks mit einem durchschnittlichen Grundgehalt von 170.929 Dollar, gefolgt von Nvidia (170.068 Dollar) und Twitter (162.852 Dollar). Das grundsätzlich höhere Gehaltsniveau erklärt sich hier dadurch, dass für das US-Ranking Bruttovollgehälter, also inklusive Boni und Prämien, berücksichtigt wurden.

Für die Erstellung des deutschen Rankings hat Glassdoor die Gehaltsinformationen analysiert, die im Zeitraum vom 1. August 2018 bis zum 31. Juli 2019 durch Mitarbeiter in Deutschland für die Unternehmen auf dem Jobportal abgegeben worden sind. Als Maßstab für die Reihenfolge dient der Median aller für das jeweilige Unternehmen angegebenen Bruttogrundgehälter. Um berücksichtigt zu werden, mussten für ein Unternehmen mindestens 25 Gehaltsinformationen im Betrachtungszeitraum auf Glassdoor vorliegen. In den USA lag der Betrachtungszeitraum zwischen 1. Juli 2018 und 30. Juni 2019, dabei mussten mindestens 75 Gehaltsinformationen je Unternehmen auf der Jobplattform vorliegen.


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W&V Redaktion
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