Digitalisierung verlangt Flexibilität

Gleichzeitig verlangt die fortschreitende Digitalisierung nach Flexibilität und Anpassungsfähigkeit auch auf Seiten der Arbeitnehmer. Mehr Projektarbeit, wechselnde Kundenbedürfnisse und agile Teams nehmen zu.

Freelancer bringen diese Flexibilität von Natur aus mit. Sie ist einer der Hauptgründe, warum die Freien bei Unternehmen so gefragt sind.

Ganz oben auf der Wunschliste der Auftraggeber stehen bei den Freelancern die mittelständischen Unternehmen: 41 Prozent geben an, dass sie am liebsten für ein mittelständisches Unternehmen arbeiten. Eine große Rolle spielt aus Sicht der Freiberufler die Qualität der Anfragen. Freelancer bemängeln, dass sie häufig Projektanfragen erhalten, die gar nicht zu ihren eigenen Kompetenzen passen – der Hauptgrund, weswegen Freelancer absagen (Ergebnisse einer internen Studie von Hallo Freelancer).

Selbst in die Akquise zu gehen, fällt vielen allerdings auch schwer. Hier helfen Onlineplattformen, die Freelancern und Unternehmen das Zusammenfinden in der digitalen Welt erleichtern. Eine solche Matching-Plattform ist Hallo Freelancer.

Hier ein paar Tipps für beide Seiten.

Tipps für Unternehmen

  1. Das Gesamtpaket muss stimmen: Freelancer kennen ihren Marktwert und eine angemessene Bezahlung ist wichtig, damit es eine Zusage der Freelancer gibt. Aber auch ein gutes Arbeitsklima und die Möglichkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten zeichnen einen attraktiven Auftraggeber aus Sicht der Freelancer aus.
  2. Transparenz schaffen: Wer als Unternehmen in Zeiten von Scheinselbständigkeitsrisiken mit Freelancern arbeitet, braucht Transparenz und Absicherung. Im ersten Schritt helfen digitale Tools, die die Excel-Listen mit Freelancer-Daten ablösen. Wenn dennoch Unsicherheit besteht, ob ein Freelancer (noch mal) risikolos eingesetzt werden kann, sollte eine Kurzprüfung erfolgen. Auch hier gibt es inzwischen sehr gute digitale Tools, die einen verlässlichen Schnellcheck erlauben.
  3. Solide Vorarbeit und das gewisse Etwas: Bei der Projektausschreibung sollten die Unternehmen eine möglichst detaillierte Beschreibung der Aufgabe vornehmen, damit der Freelancer beurteilen kann, ob ein Projekt zu seinen Kompetenzen und Qualifikationen passt. Zudem dürfen Unternehmen nicht vergessen, dass sie sich beim Freelancer bewerben und nicht umgekehrt. Heißt: Sie sollten beschreiben, was das Projekt besonders macht, und die Freelancer so für den Job begeistern.
  4. Freelancer-Suche professionalisieren: Die Suche nach einem Freelancer kann langwierig und nervig sein, ganz abgesehen von den Kosten, die entstehen, wenn Projekte nicht schnell besetzt oder unpassende Freelancer gebucht werden. Um ihr Perfect Match zu finden, müssen Unternehmen die Freelancer-Suche professionell aufstellen. Tools wie Hallo Freelancer unterstützen eine effiziente Auswahl und Ansprache der wirklich passenden Freelancer.
  5. Optimale Arbeitsbedingungen schaffen: Langfristige Beziehungen zu Freelancern haben viele Vorteile, daher sollten Unternehmen dafür sorgen, dass ihre Freelancer gern wiederkommen. Dabei sind den Freelancern Onboarding, Kommunikation auf Augenhöhe und Team-Fit wichtige Aspekte. Denn: Wenn Freelancer voll integriert sind, fühlen sie sich wohler, und sind auch schneller produktiv. Aber auch die Möglichkeit des "Rremote"-Arbeitens sollten Unternehmen in Erwägung ziehen, um den Kreis der potenziellen Kandidaten zu erweitern.

Tipps für Freelancer

  1. Beziehungspflege ist alles: Akquise kostet viel Zeit und nervt. Der regelmäßige Kontakt zu ehemaligen Auftraggebern erleichtert den Gewinn neuer Projekte. Eine Verabredung zum Mittagessen oder eine kurze Mail können hier schon Wunder wirken.
  2. Digitales Profil auf Onlinemarktplätzen: Neben dem eigenen Netzwerk und Empfehlungen anderer Freelancer nutzen Unternehmen immer häufiger auch Onlinemarktplätze, um nach passenden Freelancern zu suchen. Hier gibt es inzwischen viele Anbieter wie Hallo Freelancer, bei denen Freiberufler ein kostenloses Profil erstellen und so neue Aufträge an Land ziehen können.
  3. Datenpflege: Wer als Freelancer für die wirklich spannenden Herzensprojekte gebucht werden will, sollte Wert auf aktuelle Daten in den Profilen der relevanten Plattformen legen. Nur wenn dort auch die Skills und Fähigkeiten hinterlegt sind, für die ein Freiberufler gefunden werden will, haben die Unternehmen auch die Chance dazu.
  4. Absagen lernen: Passt eine Anfrage nicht zu den eigenen Skills, sollte ein Freelancer keinen faulen Kompromiss eingehen. Am Ende sind sonst häufig beide Seiten nicht zufrieden.
  5. Verhandeln gehört dazu: Das sollte man als Freelancer üben, denn die Unternehmen beherrschen die Kunst der Verhandlung meist sehr gut. Aber auch hier gilt: Nur Übung macht den Meister. Und der Austausch im Netzwerk kann helfen, eine größere Transparenz über den Verhandlungsspielraum zu erzeugen.

Angela Broer ist bei Xing verantwortlich für die Entwicklung der Freiberufler-Plattform Hallo Freelancer und kennt die Bedürfnisse und Herausforderungen bei Unternehmen und Freien. Um diesen stark wachsenden Markt für beide Seiten bestmöglich zu bedienen, hat Xing im August 2018 Hallo Freelancer gelauncht, um Aufträge und Freelancer zusammenzubringen. Die Basis dafür bildet Xing, wo bereits rund 450.0000 Freelancer registriert sind. Dank eines intelligenten Matching-Algorithmus finden Unternehmen passende und verfügbare Experten für ihre Aufgaben.
Unternehmen erhalten eine Shortlist der besten und verfügbaren Kandidaten, dafür analysiert Hallo Freelancer die Skills und soziale Nähe der Kandidaten auf Xing und fragt gleichzeitig ihre Verfügbarkeit ab. Automatische Freelancer-Empfehlungen ergänzen die jeweils unternehmensindividuellen Freelancer-Pools.



Autor: W&V Leserautor

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