Tipps :
So klappt's mit der Gehaltsverhandlung

Fünf simple Punkte machen die Gehaltsverhandlung mit dem Chef leichter. Ein Karriere-Coach gibt Tipps.

Text: Anja Janotta

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Mit ein paar Tipps gibt's auch mehr Gehalt.
Mit ein paar Tipps gibt's auch mehr Gehalt.

Mit dem richtigen Fokus und dem richtigen auftreten können es sich viele Angestellte leichter machen. Führungs-Coach Jürgen Höller hat ein paar einfache Tipps, mit denen die Gehaltsverhandlungen erfolgversprechender werden.

1. Gute Gründe wählen

Plausible Gründe helfen, um das Ziel einer Gehaltserhöhung auch zu erreichen. Dabei sollte das Augenmerk auf der gebrachten Leistung liegen. Übertroffene Umsatzziele, mehr Personalverantwortung oder die Erweiterung von Aufgabenbereichen bieten gute Ansatzmöglichkeiten für eine Gehaltserhöhung und lassen den Vorgesetzten den Wert des Mitarbeiters erkennen. Private Argumente wie ein Hauskauf gehören hingegen nicht in diese Gespräche.

2. Einen geeigneten Zeitpunkt finden

Der richtige Zeitpunkt kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Bei unangekündigten Gesprächen, beispielsweise auf dem Flur, besteht die Gefahr, dass der Vorgesetzte keine Zeit hat und den Mitarbeiter abweist. Auch wirtschaftlich ungünstige Zeiten des Unternehmens bieten eine schlechte Gelegenheit, um das Thema anzusprechen. Vorher vereinbarte Vieraugengespräche oder regelmäßig stattfindende Mitarbeitergespräche bieten den richtigen Rahmen.

3. Souveränes Auftreten

Zu einer guten Selbstvermarktung gehört auch eine sichere Körperhaltung. Eine offene Körperhaltung und locker auf dem Schoß gefaltete Hände unterstreichen ein gesundes Selbstbewusstsein. Ständige Berührungen an Gesicht und Hals deuten viele als Zeichen von Anspannung. In Gehaltsverhandlungen sollten Mitarbeiter jedoch souverän und sicher wirken. Übertreibungen in Auftreten, aber auch in der Argumentation nimmt der Vorgesetzte vermutlich nicht ernst.

4. Konkretes Gehaltsziel nennen

Um gut vorbereitet zu sein, sollte man seinen Gehaltswunsch konkret festlegen. Denn der Vorgesetzte wird sicher direkt danach fragen. Der Wunsch sollte realistisch sein. Vergleiche von Branchengehältern sowie die Analyse der Unternehmenslage und Firmengröße helfen dabei. Beispielsweise kleine Unternehmen sind in der Regel nicht in der Lage, so hohe Gehälter wie Konzerne zu zahlen.

5. Kompromissbereit bleiben

Es werden sicher Gegenvorschläge kommen. Wenn es die richtigen Argumente sind, dann ist es vielleicht gut, einen Kompromiss zu finden. Auch zusätzliche Leistungen wie die Beteiligung des Arbeitgebers an Lebensversicherungen oder Fortbildungsmaßnahmen, die Karrierechancen steigern, können im Paket verhandelt werden und treiben die eigene Karriere voran.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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