Vogue Germany

Christiane Arp, Chefin der deutschen Vogue, hat die Medizinerin Marylyn Addo ausgewählt. Ihre Begründung: "In meinen Augen verkörpert Professor Doktor Marylyn Addo alle unsere Hoffnungen, dass es früher oder später wieder eine 'Normalität' geben wird – eine neue Normalität, in der nichts so sein wird wie zuvor." Als weltweit führende Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Infektiologie und Virologie sei sie zuversichtlich, dass schon bald eine Impfung gegen Covid-19 existieren wird. "Mit ihrem optimistischen Glauben an eine weltweite wissenschaftliche Zusammenarbeit ohne Grenzen stärkt sie meine eigene Hoffnung auf eine Welt ohne Schranken in unseren Köpfen und Herzen."

Weltweite Vermarktung einer Ausgabe

Die Ausgabe wird außerdem, auch das ist ein Novum, gemeinsam vermarktet. International agierende Markenpartner wie Aveda, Cartier, Chanel, Desigual, Ferragamo, Levi’s und L'Oréal Paris machen es möglich: Sie begleiten die Strecke und launchen ihre neuen Kampagnen zeitgleich über alle Ausgaben hinweg.

Speziell für die deutsche Ausgabe wurden 50 nationale und internationale Fashion- und Beautykampagnen gewonnen, berichtet Andrea Latten, Executive Business Director der hiesigen Vogue. Auch die Entwicklung sei im zweiten Quartal positiv gewesen: "Vogue Deutschland hat sich auch in den letzten Monaten während der Pandemie überdurchschnittlich positiv entwickelt und sowohl im Abonnement als auch im Einzelverkauf zweistellige Wachstumszahlen zu verzeichnen", so Latten.

Die Auflagenkontrolleure der IVW haben der Vogue für das zweite Quartal zwar ein Minus von rund 13,8 Prozent für das Vorjahresquartal attestiert. Die Verluste sind aber in erster Linie den Auswirkungen von Corona geschuldet: Aufgrund der Einbrüche bei den Bordexemplaren, Lesezirkeln und im Sonstigen Verkauf fielen über 20.000 Exemplare weg, die sonst Teil der Bilanz gewesen wären. Das konnten auch die rund 9000 zusätzlich über Abo und Einzelverkauf abgesetzten Hefte nicht kompensieren.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde