Vor allem wurde deutlich: Onlinewerbung wird immer beliebter. Laut der Crossvertise-Umfrage schalten bereits 83 Prozent der Befragten ihre Werbung online. Social-Media-Werbung über eigene Kanäle oder Drittanbieter ist dabei die meistgenutzte digitale Werbeform der Befragten. Außerdem nutzen 76 Prozent suchmaschinenoptimierte Werbung (SEO) und bezahlte Suchmaschinenwerbung (SEA). Im Durchschnitt investieren die Befragten 46 Prozent ihres Budgets in digitale Formen der Werbung, 8 Prozent der befragten Kunden verwenden sogar bereits ihr gesamtes Budget für digitale Werbeformen.

Die klassischen Werbemöglichkeiten wie Plakat und Print werden immer noch von 75 Prozent der Befragten benutzt. 89 Prozent der Nutzer investieren ihr Budget parallel in mehrere Werbemedien. Doch alles im allem wisse ein Großteil der Werbetreibenden aber über viele Werbeformen noch zu wenig, heißt es in der Crossvertise-Analyse.

Warum im Mittelstand TV im Mediamix zu kurz kommt

Auch wenn vielen Befragten aus dem Mittelstand eine möglichst crossmedial angelegte Kampagne wichtig ist - die Umfrage zeigt weiter, dass nur relativ wenige Kunden beispielsweise auf die Möglichkeit der Fernsehwerbung zurückgreifen. So nutzen derzeit nur 9 Prozent die Möglichkeit, diese Werbeform in den eigenen Werbemix zu integrieren. "Dies liegt jedoch auch daran, dass klassische TV Werbung in der Regel nur mit größerem Budget realisierbar ist", räumt Crossvertise ein. Weitaus beliebter seien daher die Werbemedien Online oder Print: "Gerade die Kombination aus Print und Onlinewerbung steht mit 50 Prozent bei den Budgetinvestitionen der Befragten besonders hoch im Kurs", heißt es.

Vielleicht ändert sich das bald? Digitale Werbemaßnahmen sind mittlerweile auch im Fernsehen möglich. Durch die starke Verbreitung internetfähiger TV-Geräte ist es möglich, mithilfe von Addressable TV Zielgruppen direkt anzusprechen. Fernsehwerbung lässt sich dabei mit digitalem Targeting kombinieren; nicht mehr jeder Zuschauer bekommt die Werbung zu sehen, sondern nur ein ausgewählter Kreis.

Dabei kann nach Regionen oder Zielgruppenmerkmalen wie Alter oder Geschlecht ausgesteuert werden. "Dadurch können auch regionale Kunden, die meist über ein kleineres Werbebudget verfügen, im Fernsehen werben, da nicht mehr gleich nationale Kampagnen gebucht werden müssen", heißt es. So würde TV-Werbung  auch für mittelständische  Werbetreibende mit kleinen Werbebudgets interessant. 



Petra Schwegler, Redakteurin
Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.