Mediaforschung :
agma veröffentlicht Tagesablaufstudie

Die agma liefert neue Zahlen zur Costumer Journey von Zielgruppen. Sie stammen aus einem hoch gehandelten Studienprojekt.

Text: Thomas Nötting

Die agma veröffentlicht Zahlen zur Mediennutzung im Tagesablauf
Die agma veröffentlicht Zahlen zur Mediennutzung im Tagesablauf

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) macht einen in Fachkreisen hoch gehandelten Datenschatz öffentlich. Die Ergebnisse der Tagesablauf-Untersuchung "Hub Survey" stehen ab sofort in einem Web-Tool frei zugänglich zur Verfügung.

Mit dem Planungstool MA-X Crossmedia können unter der Online-Adresse max.agma-mmc.de Analysen vorgenommen werden, wann welche Zielgruppen zu welcher Tageszeit über welche Kanäle am besten zu erreichen sind. Auch Auswertungen von Parallelnutzungen sind möglich.

Die Daten hinter dem neuen Tool gelten unter Medienforschern als hochinteressant. Sie stammen aus der so genannten Hub-Survery-Studie der agma. So heißt eine Tagesablauf-Untersuchung, in der mehr als 13.000 Teilnehmer detailliert ihre Mediennutzung mittels eines Handy-Tagebuchs dokumentieren.

Eine vergleichbar detaillierte Untersuchung auf der Basis eines einzigen Panels (Single Source) gibt es in Deutschland bislang nicht. Die Studie existiert bereits seit 2014, ihre Ergebnisse flossen bislang aber lediglich in die Berechnung der MA Intermedia Plus ein.

"Touchpoint-Studie mit Währungscharakter"

Das neue Angebot richtet sich an strategische Planer – nicht nur in Mediagenturen sondern auch in Kommunikationsagenturen und kleinen Agenturen, die selber keine vergleichbaren Tools finanzieren können. "Die im Konsens von Werbungtreibenden, Agenturen und Medien veröffentlichten Daten gleichen einer modernen Touchpoint-Studie, erstmals mit Währungscharakter", sagt agma-Vorstandschef Axel Pichutta. agma-Geschäftsführer Olaf Lassalle spricht von einer "optimalen Ergänzung" der Schwester-Studie MA Intermedia Plus.

Erstmals veröffentlicht die Agma mit MA-X ein eigenes Analysetool. Bislang hatte die agma ihre Datensätze lediglich als Rohmaterial für Agentur-Planungsprogramme zur Verfügung gestellt. "Damit wollen wir auch den Absender der Daten deutlich machen", erklärt Geschäftsführer Lassalle.

Nicht auswerten lassen sich bislang Zahlen zur Nutzung von Social-Media-Kanälen. Die Nutzung von Tageszeitungen wird nicht im Tagesablauf sondern nur mit kumulierten Werten wiedergegeben. Die Verlage hatten einer anderen Darstellung nicht zugestimmt.

Einen ausführlichen Bericht zur MA-X mit ersten Auswertungen und Ergebnissen lesen Sie in der kommenden Ausgabe von W&V.

 


Autor:

Thomas Nötting
Thomas Nötting

ist Leitender Redakteur bei W&V. Er schreibt vor allem über die Themen Medienwirtschaft, Media und Digitalisierung.


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