Noch keine Angaben über weitere Expansionspläne

In den USA und Kanada ist Britbox schon vor einiger Zeit gelauncht worden. Dort hat der Streamingdienst mittlerweile rund 650.000 Abonnenten. Britbox UK wird allerdings als eigenständige Einheit agieren und ist auch unternehmerisch von den Britbox-Angeboten in Nordamerika getrennt. Ob der Service in den kommenden Jahren in weitere Länder expandieren soll, darüber machten die Sender bislang keine Angaben.

Sowohl die BBC als auch ITV werden neben der Britbox ihre eigenen Onlinemediatheken weiterführen, die BBC ihren iPlayer und der Privatsender seinen ITV Player. Erst nachdem dort neue Shows und Serien zur Verfügung gestellt wurden, wandert der Content an Britbox weiter.

Dies hat für den neuen Service gravierende Folgen. Denn die BBC arbeitet derzeit an einer kompletten "Neuerfindung" ihrer Mediathek. Bislang durfte die Rundfunkanstalt neue Inhalte nur 30 Tage lang in ihrer Mediathek zur Verfügung stellen. Diese Frist soll nun auf 12 Monate verlängert werden.

Britische Gebührenzahler können damit alle neuen BBC-Programme erstmal ein Jahr lang kostenlos über den iPlayer ansehen. Erst danach würden sie ein Britbox-Abonnement benötigen, um weiterhin auf diesen Content zugreifen zu können.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.