Zugleich würden die geplanten Änderungen "sicherstellen, dass die BBC angesichts der sich verändernden Mediennutzung relevant bleibt". Eine endgültige Entscheidung will der Medienkontrolleur im August treffen.

Bei den kommerziellen BBC-Konkurrenten dürfte die vorläufige Einschätzung der Ofcom wenig Begeisterung auslösen. Insbesondere nicht beim Fernsehsender ITV. Denn der verhandelt gegenwärtig mit der BBC über den Launch eines gemeinsamen Videostreamingdienstes mit dem Namen Britbox als Konkurrenzangebot zu Netflix & Co.

Wohl nicht ganz zu unrecht fürchtet ITV, dass die BBC nun andere Prioritäten setzt und den Fokus auf den Umbau der eigenen Mediathek richten wird. Carolyn McCall, CEO des Senders, hat bereits zu verstehen gegeben, dass sie die BBC-Pläne vehement ablehnen werde, es sei denn, die BBC unterstütze künftig verstärkt das Britbox-Projekt.

Marktteilnehmer haben nun bis zum 10. Juli die Möglichkeit, ihre Position gegenüber der Ofcom zu erklären.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.