"Krieg ich jetzt auf die Fresse?"

Gänzlich koppheister ging die Veranstaltung, als Jäger-Chefredakteur Lucas von Bothmer verkündete, das Verhalten des Neuankömmlings, der nach eigener Aussage "nicht für Demokratie" sei, erinnere ihn an "Methoden wie bei der Gestapo". Sheikholeslami sei daraufhin aufgesprungen, und Bothmer habe provozierend gefragt: "Krieg ich jetzt auf die Fresse?" Kriegte er wohl nicht – aber dafür laut Mopo die Kündigung.

Auf die Anfrage an den Verlag, ob sich dies alles wirklich so zugetragen hat, gibt es bislang keine Stellungnahme. Die Gemengelage ist unübersichtlich, einen Betriebsrat gibt es nicht. Im Impressum des Verlags, der rund 130 Mitarbeiter hat und 20 Titel in Deutschland herausgibt, ist Sheikholeslami jedenfalls bislang nicht aufgetaucht.

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Bei Wettämpfen allerdings auch nicht. Als aktiver Kampfsportler ist der 38-Jährige Kickboxer schon seit Ende 2018 nicht mehr unterwegs. Damals trat er in Hamburg nach vierjähriger Pause in der Kickbox-Serie "Enfusion" im Hauptkampf um den WM-Titel gegen Tayfun "Turbine" Ozcan an. Diesen Fight verlor er jedoch.

Ob er nun im Kampf um eine Führungsposition bei Jahr Top Special bessere Karten hat? Auf seinem Instagram-Account scheint er jedenfalls bereits Anfang 2020 eine Ahnung von den kommenden Herausforderungen zu haben: In einem Insta-Highlight mit dem Titel "2020" postet er ein Bild von sich, eingerahmt von dem Zitat "Dear God, we have a deal #2020". Musikalisch untermalt wird der Post von einem Xavier Naidoo-Song, der die aktuelle Situation ziemlich gut trifft: "Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer."



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde