Mindestens fünf verschiedene Reihen

Rund 86 Prozent der Podcast-Fans nutzen maximal fünf verschiedene Podcasts respektive Podcast-Reihen regelmäßig. Bei den 30- bis 49-Jährigen ist die Bandbreite etwas größer: 20 Prozent verfolgen mehr als sechs Podcasts. Die Altersgruppe 50plus hört hingegen oft nur ein bis zwei Reihen regelmäßig.

Wichtigster Grund für das Hören von Podcasts ist laut der Interviewten vor allem das Erhalten von Wissen, den Horizont zu erweitern, oder auch einfach nur die Beschaffung von Hintergrundinformationen. Entspannung ist ein weiterer wichtiger Aspekt – er rangiert sogar vor der reinen Unterhaltung. Viele hören Podcasts auch einfach nur, weil man sich damit gut die Zeit vertreiben und nebenbei anderen Tätigkeiten nachgehen kann.

Top Ten Podcasts

Meistgenutztes Podcast-Genre ist Comedy & Satire. Besonders die 14- bis 29-Jährigen, von denen rund die Hälfte unterhaltsame Podcasts hört, schalten sich hier ein. Auch der Fan-Favorit "Gemischtes Hack" gehört zu dieser Kategorie. Der Podcast spricht vor allem die 14- bis 29-Jährigen anspricht (77 Prozent). Der andere Top-Performer, Christian Drostens Coronavirus-Update, wird zu 83 Prozent von Hörern ab 30 verfolgt. Auf den Plätzen folgen "Fest & Flauschig" (Spotify) und das True Crime-Format "Verbrechen" (Die Zeit).

Drei Viertel bevorzugen das Smartphone

Und auf welchen Geräten werden die Podcasts bevorzugt genutzt? Fast drei Viertel aller Hörer tun das über das Smartphone, ein Drittel verwendet den privaten PC, jeder Sechste ein Tablet. Die Nutzung von Smart Speakern wie Amazon Alexa oder Google Home für Podcasts liegt derzeit bei rund acht Prozent.

Spotify ist die mit Abstand meistgenutzte Plattform für Podcasts. Sie wird vor allem vom jüngeren Publikum stark verwendet: 61 Prozent sind es bei den 14- bis 29-Jährigen. Auch Youtube ist als Podcast-Plattform bedeutsam. Ältere Zielgruppen bevorzugen dagegen die ARD Audiothek sowie auch den direkten Zugriff über Websites und Apps der Podcast-Macher oder Sender.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde