Es gilt bei Zeitschriften das Motto: Spitz ist das neue Breit. Mit vielen Zielgruppen-Titeln versuchen die Verlage, den Schwund bei einstigen Dickschiffen auszugleichen. Was auch ganz gut gelingt. So legt etwa das G+J-Blatt Stern Gesund Leben nach dem Relaunch mit Aushängeschild Eckart von Hirschhausen in Q2/IVW um satte 128 Prozent zu. Bis auf Donna und TV Pur sind die größten Gewinner nach absoluten Zahlen – hier liegt der Hirschhausen-Titel auf Platz 2 – überwiegend in Nischen zu finden.

Kein schöner Anblick mehr ...

Kein schöner Anblick mehr ...

Jetzt wird es noch richtig positiv: beim Blick auf die E-Paper-Verkaufszahlen. Im Schnitt 1,4 Millionen verkaufte Digitalexemplare pro Ausgabe setzen die Zeitungen laut IVW ab, fast 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Gut die Hälfte wird im Abo an den Leser gebracht, ein Zuwachs um 20 Prozent.

Hier läuft es noch - aber der Zuwachs kann den Printschwund nicht kompensieren.

Hier läuft es noch - aber der Zuwachs kann den Printschwund nicht kompensieren.

Interessant: Springer verweist lieber aufs Paid-Content-Modell. Nach 5 Jahren zählt Bild Plus im Juni 404.495 Abonnenten, allein gegenüber dem Vormonat macht das einen Zuwachs in Höhe von 2,2 Prozent. 2018 war damit nach Springer-Angaben das "bisher stärkste Wachstumsjahr", Bild Plus stehe mittlerweile weltweit auf dem 5. Platz der größten digitalen Abo-Modelle weltweit. 


Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.