Mittelfristig sieht Döpfner ein Modell aus zwei Säulen. Auf der einen Seite eine "hoffentlich standfeste Säule digitaler Werbung" und auf der anderen Seite eine erst am Anfang befindliche und immer größer werdende Säule Vertriebserlöse.

Döpfner sagte an anderer Stelle in dem Videoclip auch, dass der Begriff "digitale Transformation" zu stark impliziere, dass man noch etwas vor sich habe. Dabei müsse man eigentlich schon mittendrin oder in einem sehr fortgeschrittenen Stadium sein. "Für mich ist es gar nicht mehr so sehr ein Vorhaben, sondern es ist Realität." Bei Axel Springer sei der Begriff "digitale Transformation" auch verboten, sagte der Springer-Chef.

Mit Blick auf die Situation der Verlage in der Coronavirus-Krise betonte der BDZV-Präsident, dass es bei digitalen Angeboten eine positive Entwicklung gebe. Zugleich sei die Krise in Summe für die Verlage wirtschaftlich eine große Herausforderung. "Eine große Krise, die sicherlich den Strukturwandel massiv beschleunigt und es manchen Verlagen möglicherweise auch verwehrt, tatsächlich noch Anschluss ans digitale Zukunftsgeschäft zu finden." (dpa)