Studie von Teads :
Fake News treiben Nutzer und Marken zu Qualitätsmedien

Hochwertige Quellen im Aufwind bei Nutzern und Werbekunden: Schuld daran ist die hohe Zahl an Fake News, wie eine weltweite Teads-Studie belegt.

Text: Petra Schwegler

Gute Inhalte, gute Werbeumfelder: Den Zusammenhang stellt die aktuelle Teads-Studie her.
Gute Inhalte, gute Werbeumfelder: Den Zusammenhang stellt die aktuelle Teads-Studie her.

Die New York Times hat bereits verkündet, dass die klassische Medienmarke im Zeitalter von Donald Trump und Fake News Abonnenten wieder hinzugewinnen konnte. Ein Trend – glaubt man der Studie "In News We Trust", die der Video-Advertiser Teads unter weltweit 16.000 Konsumenten, über 2000 davon in Deutschland, durchgeführt hat.

Demnach informieren sich 75 Prozent der Internetnutzer weltweit zu aktuellen Nachrichten bewusst auf hochwertigen Quellen, seit die zunehmende Verbreitung von Fake News bekannt wurde. Diese Entwicklung wirkt sich auch auf die Wahrnehmung von Werbung aus: Wie gut man sich an eine Anzeige erinnert, wird für jeden dritten Deutschen maßgeblich von der Qualität des Umfeldes, in dem Werbebotschaften ausgespielt werden (37 Prozent) beeinflusst.

Nachrichten spielen nach wie vor eine wichtige Rolle im Leben der Deutschen. Die Mehrheit (58 Prozent) informiert sich ein- bis fünfmal pro Tag. Fernsehsendungen (80 Prozent) und Online-Medien (70 Prozent) sind dabei die bevorzugten Kanäle.

Wem Nutzer am meisten vertrauen

Seit der Fake-News-Debatte ist das Vertrauen in Nachrichtenquellen allgemein ein wichtiges Thema geworden. Den traditionellen Medien Fernsehen, Radio und Print wird am meisten vertraut. Dafür sprechen sich vier von zehn Deutschen laut Studie aus. 31 Prozent der Befragten vertrauen auch den Online-Medien.

Social-Media-Kanäle liegen mit nur 24 Prozent wesentlich weiter hinten. Unter den 16- bis 24-Jährigen vertrauen sogar 38 Prozent den Online-Medien und nur 26 Prozent den sozialen Netzwerken. Fragt man konkret, welchem Medium die meisten Deutschen misstrauen, liegt Social Media mit 29 Prozent in der Teads-Analyse klar vorn. Bei den anderen Medien liegt der Anteil der misstrauischen User nur zwischen 12 und 18 Prozent – und das gilt auch fürs Werbeumfeld Social Web:

Fake News belasten auch die Werbeumfelder.

Fake News belasten auch die Werbeumfelder.

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Wenn man die Deutschen konkret fragt, auf welchen Medien sie Nachrichten besonders viel Aufmerksamkeit schenken, nennen die meisten Print-Medien (67 Prozent), Fernsehen (62 Prozent) und Online-Medien (60 Prozent). News im Hörfunk und auf Social Media werden immerhin von 40 Prozent aufmerksam verfolgt. Die Konsumenten beachten neben den Nachrichten auch die Werbung. 42 Prozent der Befragten bemerken die Werbung, die sie im Fernsehen sehen immer, wohingegen 25 Prozent die Werbung im Print-Bereich und 27 Prozent bei Online-Nachrichtenpublikationen wahrnehmen.

Was das für die Werbeumfelder bedeutet

Konsumenten weltweit erinnern sich besonders an Fernsehwerbung. Hierbei achten die jungen Nutzer auf Qualität. 51 Prozent bestätigen, dass sich ein hoher Standard des Werbeinhaltes auf eine positive Erinnerung der Inhalte auswirkt.

Christian Griesbach, Executive Vice President Publisher Management EMEA bei Teads, rät Werbekunden:  "Im aktuellen geopolitischen Klima vermeiden Markenunternehmen vielleicht, im Nachrichtenumfeld zu erscheinen. Unsere Untersuchung zeigt deutlich, dass dies ein Fehler wäre." Dort seien "hoch involvierte, relevante Zielgruppen" zu erreichen. "Diese Studie bestätigt, dass Werbungtreibende weiterhin Nachrichtenumfelder einsetzen sollten, um Marken in authentischem und relevantem Kontext zu inszenieren", fügt Sven Heller, Geschäftsführer Urban Media hinzu, die unter anderem den Tagesspiegel vermarkten.

Die Studie "In News We Trust" von Teads kann kostenlos gegen Kontaktdaten hier heruntergeladen werden. 


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.