Zenith-Prognose :
Fußball-WM spült netto 2,4 Milliarden mehr in die Kassen

2,4 Milliarden Dollar mehr stecken Unternehmen in diesem Jahr in die Werbung, und zwar allein wegen der Fußball-WM. Das prognostiziert die Mediaagentur Zenith.

Text: Markus Weber

Zenith-CEO Dirk Lux: Als Mediaagentur-Chef hat man doppelten Grund, sich auf die Fußball-WM zu freuen.
Zenith-CEO Dirk Lux: Als Mediaagentur-Chef hat man doppelten Grund, sich auf die Fußball-WM zu freuen.

Zenith berücksichtigt dabei sowohl die zusätzlichen Ausgaben während der Weltmeisterschaft als auch die Ausgabenkürzungen derer, die diese Wettbewerbsphase explizit meiden.

"Für Deutschland gehen wir davon aus, dass im Zuge der WM zusätzliche 100 Millionen Euro in die Werbung fließen werden", sagt Zenith-CEO Dirk Lux. "Neben der schieren Größe des Fernsehpublikums zieht die WM darüber hinaus überproportional viele Menschen an, die im Fernsehen schwer zu erreichen sind: junge, gehobene und mobile Konsumenten, die ihre Zeit eher außerhalb des Hauses verbringen und die neuesten Medientechnologien einsetzen."

Bei der kommende Woche startenden Fußball-WM in Russland werde Social Media eine größere Rolle spielen als je zuvor, sind die Zenith-Forscher überzeugt. Viele Fans würden sich dort die entscheidenden Spielszenen anschauen. Außerdem werde dort in Echtzeit diskutiert. Lux: "Wir erwarten viele bezahlte Aktivitäten rund um die Spiele in Social Media, da Marken versuchen werden, sich dem Gespräch anzuschließen."

Die Fernsehübertragung der Spiele zieht rund um den Globus ein riesiges Publikum an: Schätzungsweise 3,5 Milliarden Zuschauer in mehr als 200 Ländern. Und das in einem Zeitraum, in dem - jedenfalls auf der Nordhalbkugel - die Fernsehnutzung normalerweise ihren jährlichen Tiefpunkt erreicht.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.