Wer zeigt außerdem noch WM-Spiele?

Wer noch mehr Handball in Echtzeit sehen will, muss häufiger umschalten. Der Internetanbieter Sportdeutschland.TV startet pünktlich zur 26. IHF-Weltmeisterschaft eine Kooperation mit Waipu.tv und zeigt nach eigenen Angaben alle 96 Spiele live. Doch für die Partien der deutschen Mannschaft - die im Ersten und Zweiten kostenlos laufen - muss eine Gebühr gezahlt werden. Zusätzlich finden Zuschauer und Fans bei Waipu.tv Highlights und News zu den Begegnungen in der Sportdeutschland.TV-Mediathek. Auch Eurosport hat die WM im Angebot. Der frei zu empfangende TV-Sender bietet bis zu 15 Spiele ohne deutsche Beteiligung live.

Warum waren die Übertragungen lange gefährdet?

Erst im Oktober hatten ARD und ZDF die TV-Rechte für die Spiele der deutschen Mannschaft erworben. Zwei weitere Monate dauerte es, bis das zur ProSiebenSat.1-Gruppe gehörende Unternehmen 7Sports Sublizenzen erwarb, mit denen nun Sportdeutschland.TV und Eurosport senden. Vorausgegangen waren Finanzprobleme von MP & Silva. Die Sportmarketing-Agentur hatte vom Handball-Weltverband IHF die Aufgabe übertragen bekommen, die TV-Rechte zu veräußern. Nach einigen Wochen Ungewissheit sprang Lagardère Sports ein und verkaufte die deutschen Rechte an ARD und ZDF.

Wie geht es nach der Heim-WM weiter?

Die Handball-Fans können sich freuen. Denn neben der WM 2019 enthält die Vereinbarung von ARD und ZDF auch die TV-Rechte an den Weltmeisterschaften 2021, 2023 und 2025. Darüber hinaus werden die Europameisterschaften 2020, 2022 und die in Deutschland stattfindende EM 2024 öffentlich-rechtlich übertragen. 7Sports hat sich die WM-Übertragungsrechte für Männer und Frauen von 2019 bis 2025 mit mehr als 700 Spielen gesichert.

Was sagt der DHB?

Die Erleichterung beim Deutschen Handballbund (DHB) ist groß. Präsident Andreas Michelmann frohlockte: "Wir freuen uns, dass sich ARD und ZDF die Rechte gesichert haben. Das gibt uns und auch den Sponsoren eine gigantische Planungssicherheit und damit auch die Chance, die Sportart noch populärer zu machen, als sie es ohnehin schon ist." Denn 2017 waren die Geldgeber über die mangelnde TV-Präsenz sehr verärgert. Die Deutsche Kreditbank bot damals "als Notlösung" eine Live-Übertragung auf ihrer Website an.

Wie sieht die WM-Kampagne aus?

Der Handballbund macht auf YouTube und Facebook mit einem ungewöhnlichen Video auf die WM aufmerksam. Die Protagonisten: die Handball-Legende Stefan Kretzschmar und Sophia Thomalla. Die Schauspielerin legt sich in dem Spot ein neues, etwas eigenwiliges Tattoo zu. Verantwortlich für Idee, Kreation und Distribution ist die Berliner Agentur Styleheads.

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Erstmalig wird das Turnier in Kooperation von zwei Handballverbänden ausgerichtet. Die Spiele werden insgesamt an sechs Standorten ausgetragen, davon vier in Deutschland (München, Köln, Hamburg, Berlin) und zwei in Dänemark (Kopenhagen, Herning). Die 24 Teams spielen in der Vorrunde in vier Gruppen. Das Finale findet am 27. Januar in Herning statt. Titelverteidiger ist Frankreich. Beim "Wintermärchen" wurde Deutschland zuletzt im eigenen Land 2007 Weltmeister. 


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Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.