Dies wiederum macht Hulu für die werbungtreibenden Unternehmen noch interessanter. Laut Adage, das sich auf eine namentlich nicht genannte Quelle im Unternehmen beruft, ist die Buchungssituation beim Videostreamingdienst derzeit ausgesprochen gut. Im vergangenen Jahr hatten sich Hulus Werbeeinnahmen nach eigenen Angaben bereits auf rund 1,5 Milliarden Dollar summiert.

Trotz der rapide steigenden Werbeerlöse schreibt Hulu nach Einschätzung von Analysten aber weiterhin Verluste. Die Rede ist dabei von 1,5 bis 1,7 Milliarden Dollar für das vergangene Jahr – verursacht in erster Linie durch steigende Programmkosten.

Gesellschafterverhältnisse könnten sich nochmals ändern

Seit der offiziell erfolgten Übernahme großer Teile des Medienunternehmens 21st Century Fox Ende März durch die Walt Disney Company ist der Mickey-Mouse-Konzern Mehrheitseigner von Hulu mit einem Anteil von 60 Prozent.

Die restlichen Anteile halten Comcast über die Tochter NBC Universal (30%) sowie der Telko-Konzern AT&T über das Tochterunternehmen Warner Media (10%). Wie es heißt, ist Disney gegenwärtig in Gesprächen mit AT&T, um auch dessen Hulu-Anteil zu übernehmen. Warner Media hatte schon vor einiger Zeit angekündigt, noch in diesem Jahr einen eigenen Videostreamingdienst launchen zu wollen.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.