Schütz hält dagegen, dass die von der IVW geprüften Daten ein "unverzichtbarer Bestandteil im Markt" seien. "Planung und Einkauf erfolgen im Anzeigenmarkt nach garantierten und geprüften Auflagen, die daher nach wie vor ein wichtiges Kriterium für die Titelselektion darstellen", so Schütz. Auch OWM-Geschäftsführer Schulz widerspricht den Verlagen: "Heftbezogene Auflagen zählen zu den wichtigsten Leistungsnachweisen und Steuerungsparametern in der Printplanung und vor allem im -einkauf."

Doch die von den Werbekunden einst eingeforderten Garantiewerte bereiten den Verlagen offenbar zunehmend Kopfschmerzen. Die Printauflagen gehen zurück, die Zahlen der Heftverkäufe schwanken stark, Nachforderungen drohen, wenn ein Titel das gesteckte Ziel verfehlt.

Die Werbewirtschaft sieht dagegen ihre Forderung nach transparenten und qualitativen Leistungsnachweisen sabotiert: "In Zeiten, da Werbung immer präziser und granularer ausgesteuert und adressiert wird, bedeutet dies eine Kehrtwende gegen die aktuelle Marktentwicklung", kritisiert Schulz. "Statt den Marktkonsens über deren Ausweisung einseitig aufzukündigen, wäre es zielführender, konstruktiv in die Diskussion über die Vergleichbarkeit von Leistungsdaten aus verschiedenen Gattungen einzusteigen."


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W&V Redaktion
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