Nun kommt Böhmermann von der Seitenlinie aufs Spielfeld - aus Spaß oder im Ernst? Und geht das überhaupt? Tatsächlich: Rein formal hätte Böhmermann tatsächlich die Chance auf eine Kandidatur. Er könnte mit Unterstützung von drei Ortsverbänden bis zu zwei Monate vor dem Parteitag seine Kandidatur erklären - das sieht das Organisationsstatut der Partei vor. Im Fall einer Initiativbewerbung geht es laut Geschäftsordnung sogar noch direkt auf dem Konvent im Dezember in Berlin. Dann ist allerdings die Unterstützung von 50 Delegierten aus fünf Bezirken nötig.

In der Partei rechnet man allerdings eher nicht damit, dass es tatsächlich dazu kommt. 

Einen Trost gäbe es für Böhmermann: Auch in Sachsen-Anhalt wird für den Landesverband eine Doppelspitze per Mitgliedervotum bestimmt - Eintrittsstichtag ist der 1. Oktober.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil begrüßte Böhmermann auf Twitter: "Herzlich willkommen in der SPD, lieber Genosse @janboehm", schrieb er. Und wies dann auf all die mühseligen Aufgaben für SPD-Mitglieder hin, die manche Böhmermann wohl nicht recht zutrauen.

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Eigentlich hätte Böhmermann an seinem Wohnort Köln Mitglied werden müssen. Nachdem aus dem zuständigen Ortsverband aber ablehnende Stimmen laut geworden waren, fand sich die Köthener SPD zur Aufnahme bereit - die Sozialdemokraten der Rheinmetropole genehmigten dann die dafür erforderliche Ausnahme vom Wohnortprinzip.

Böhmermanns Sendung Neo Magazin Royale auf ZDF Neo wird ab Januar erst einmal zu Ende sein. An neuen Konzepten für das ZDF-Hauptprogramm wird gearbeitet. (sh/dpa)

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