Amazon hat vier Monate lang nach einer geeigneten Nachfolgerin gesucht und deutlich gemacht, dass man nach einer Frau suche. Salke kann sich nun um die Aufholjagd kümmern - der Wettbewerb um kreative und herausragende Formate ist deutlich härter geworden, seit die Streamingdienste mit massenweise Qualitätsserien um Abonnenten buhlen.

Entsprechend groß das Lob vom neuen Vorgesetzten bei Amazon, Jeff Blackburn: Jennifer Salke verfüge über enge Beziehungen zu Kreativen und Talenten, zitiert die New York Times Amazons Senior Vice President Business Development und Entertainment.

Während Amazon mit Schadensbegrenzung beschäftigt war, haben die Konkurrenten emsig Projekte angeschoben: Apple bereitete ebenso wie Facebook und Google seinen Weg auf den Fernseh-, Streaming- und Serienmarkt, Netflix wird in diesem Jahr 8 Milliarden Dollar in Produktionen investieren, Hulu stellte eine Serie zu den Anschlägen am 11. September 2001 vor und den zweiten Teil des Serienerfolgs "The Handmaid's Tale" (Report der Magd).

Amazon bietet Hits wie "Bosch" und "The Man in High Castle" auf - und Salke wird auch ein Mammutprojekt übernehmen: Amazon Prime Video plant ein Serienformat zum Fantasy-Epos "Herr der Ringe".



Susanne Herrmann
Autor: Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.