Funke war am Dienstag Opfer eines schweren externen Hackerangriffs geworden. Die Zentrale- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) der Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren übernommen. Spezialisten des Landeskriminalamts ermitteln mit einer Besonderen Aufbaukommission (BAO) der Essener Polizei. 

Zeitungsproduktion in Handarbeit

Noch immer halte der Angriff unvermindert hart an. „Die Zeitungsseiten werden, vielerorts im Homeoffice, quasi von Hand gebaut. Alle Texte und Überschriften werden in Telefonaten zwischen Mediengestaltern und Redaktion Wort für Wort abgestimmt, Fotos sehr aufwendig eingearbeitet“, schildert er. Ähnlich kompliziert verhalte es sich in den Druckereien. Tyrock bedankt sich bei den Mitarbeitern und bei den Lesern. „Es gab fast keine Beschwerden - im Gegenteil, sehr viele von Ihnen haben sich an uns gewandt und uns den Rücken gestärkt, uns Mut zugesprochen.“ 

Christine Richter, Chefredakteurin der Berliner Morgenpost, bedankt sich in einem Brief an die Mitarbeiter und informiert, dass die eigentlich kostenpflichtigen Inhalte auf der Seite komplett freigeschaltet wurden. Dies gilt auch für andere Portale der Gruppe. 



Autor: Verena Gründel

ist seit 2017 bei W&V, zuerst als Redakteurin im Marketingressort, jetzt als Chefredakteurin. Sie lässt sich von spannenden Marken- und Transformationsgeschichten begeistern und hat ein Faible für Digitalmarketing und Social Media. Neben der Contentstrategie treibt sie das Eventbusiness von W&V voran und steht selbst gern auf der Bühne. Sie liebt Reisen, Food und Fitness – und seit Corona auch wieder ihre alte Honda 500.