Videostreaming :
Netflix verstärkt Engagement in Frankreich

Nach London und Amsterdam eröffnet Netflix jetzt auch ein Büro in Paris. Künftig wird der Dienst zudem seinen Umsatz in Frankreich versteuern.

Text: Franz Scheele

Nachdem Netflix im Juli angekündigt hatte, sein erstes europäisches Produktionsstudio in Madrid aufzubauen (W&V Online berichtete), verstärkt der Videostreamingdienst nun sein Engagement in Frankreich. So wird Netflix ein Büro in Paris eröffnen – die dritte europäische Dependance nach London und Amsterdam.

In dem Pariser Büro arbeiten zunächst 20 Mitarbeiter, einige davon sollen aus dem Büro in Amsterdam abgezogen werden. Die Schwerpunkte der Arbeit liegt dabei auf den Bereichen Produktion, Akquisition und Marketing, wie das US-Branchenmagazin Variety meldet. Ein eigenes Produktionsstudio wie in Madrid sei allerdings nicht geplant.

Wie Netflix-Gründer und CEO Reed Hastings in Paris weiter ankündigte, arbeitet der Streamingdienst derzeit an sieben neuen, französischen Serien- und Filmprojekten. Netflix war vor drei Jahren in Frankreich an den Start gegangen und hat dort inzwischen etwas mehr als 3,5 Millionen Abonnenten.

Außerdem erklärte Hastings, dass Netflix nach Diskussionen mit der staatlichen französischen Filmförderungsbehörde Centre national du cinéma et de l’image animée (CNC) künftig eine Steuer in Höhe von zwei Prozent seines Jahresumsatzes in Frankreich zahlen werde.


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Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.