Nutzer konsumieren heute anders

Aus der Publikation "Pay-TV in Deutschland 2019" geht auch hervor, dass Fernsehzuschauer, heute: Nutzer, ganz selbstverständlich zwischen linearer und nonlinearer TV-Nutzung wechseln. Zugleich steige die Zahlungsbereitschaft - und die Nachfrage nach TV-Inhalten. Für die Fernsehbranche und die Streaminganbieter bedeutet das eine zunächst rosige Zukunft.

Frank Giersberg, Mitglied der Vaunet-Geschäftsleitung: "Die Erfolgsstory geht weiter: Die Menschen nutzen immer mehr Bewegtbildangebote und sie sind in immer größerer Zahl bereit, für hochwertige Programme zu bezahlen. Wir rechnen daher für Pay-TV und Streaming im gesamten deutschsprachigen Raum mit weiterem Wachstum."

Die Zahl der Pay-TV-Abonnenten lag 2018 bei 7,8 Millionen in Deutschland (2017: 7,7 Millionen), was einem Anteil von knapp 19 Prozent der Privathaushalte (41,4 Millionen) entspricht. Die 108 Pay-TV-Programme werden über Plattformen wie Sky, Magenta TV, Vodafone Giga TV, Zattoo und Unitymedia verbreitet.

Umsätze mit Bezahlfernsehen.

Umsätze mit Bezahlfernsehen.

Die Marktanteile, die der Vaunet-Bericht ebenfalls ausweist, steigen zwar - jedoch auf vergleichsweise diskretem Niveau: Viele Programmangebote pendeln um die 0,5 Prozent, mit 1 Prozent handelt es sich bereits um ein starkes Programm, Ausreißer nach oben mit einem Wert zwischen 2 und 2,5 Prozent Zuschauermarktanteil ist Sky Bundesliga (Zuschaueranteil ab 3 Jahren in Pay-TV-Haushalten). In der werberelevanten Zielgruppe 14-49 liegen diese Werte meist rund einen halben Prozentpunkt höher.

Weitere Daten zur Entwicklung von Pay-TV- und Paid-Video-Umsätzen, Abonnenten, Programmreichweiten und Zuschauermarktanteilen gibt es hier zum Herunterladen.

Unter Vaunet - Verband Privater Medien e.V. firmiert seit dem 21. Mai 2018 der vormalige VPRT (Verband Privater Rundfunk und Telemedien) mit Sitz in Berlin und einem Büro in Brüssel. Zu den Geschäftsfeldern der rund 150 Mitglieder gehören TV-, Radio-, Web- und Streamingangebote. Der Wirtschaftsverband hat zum Ziel, Akzeptanz für die politischen und wirtschaftlichen Anliegen der audiovisuellen Medien zu schaffen.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.