Drei neue Tarife

Und das kosten die neuen Angebote: MagentaTV Smart, das zu jeder MagentaZuhause-Variante dazu gebucht werden kann, kostet monatlich 9,75 Euro und hat eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten. Für 4,82 Euro monatlich kann ein Media Receiver zum Telekom-Anschluss dazu gemietet werden; alternativ dazu besteht die Möglichkeit, MagentaTV mit dem Stick zu nutzen.

Den flexiblen Tarif MagentaTV Smart Flex gibt es für 14,62 Euro monatlich. Er enthält die Leistungsbestandteile des Smart-Tarifs, ist aber monatlich kündbar. Der Tarif ist auch für Kunden ohne Telekom-Festnetzanschluss buchbar und mit dem MagentaTV Stick, mit der MagentaTV App auf dem Smart TV oder per Web nutzbar.

MagentaTV Flex ist das Einstiegsmodell: Der Tarif, der auch für Kunden ohne Telekom-Festnetzanschluss buchbar ist, kostet monatlich 9,75 Euro. Das Angebot ist im ersten Monat kostenfrei; die Mindestvertragslaufzeit beträgt ebenfalls einen Monat. Michael Schuld, Leiter der Business Unit TV bei der Telekom, erhofft sich dadurch für MagentaTV eine Steigerung der Kundenzahl von derzeit rund vier auf 5,5 Millionen Abonnenten. Zum Vergleich: TV Now erreicht derzeit laut Bernd Reichart über eine Million zahlende Kunden.

Addressable TV im Zentrum

RTL und die Telekom haben darüber hinaus im Rahmen der Partnerschaft den systematischen Ausbau der Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie, Vermarktung und Content vereinbart. Im Mittelpunkt steht dabei Addressable TV: Die beiden Konzerne wollen gemeinsame Lösungen zur Ausspielung zielgruppen-orientierter Werbung über MagentaTV entwickeln. Diese sollen auch für weitere Partner aus der Medien- und TV-Branche offen sein.

Ein erster Test ist bereits für 2021 geplant: Dann will die Mediengruppe RTL ihre Expertise im Bereich der Werbetechnologie über die eigene Plattform Smartclip einbringen, um die Reichweitenstärke des linearen Fernsehens mit der gezielten Aussteuerbarkeit von Werbung zu verknüpfen. Die Telekom stellt dafür neben der Plattform MagentaTV die Daten-Kompetenzen ihres Tochterunternehmens Emetriq zur Verfügung.

"Wir wollen das Wachstum unseres Streamingangebots weiter beschleunigen. Mit der Kraft unserer linearen Sender, massiven Investitionen in Content, Technologie - und mit starken Partnern", so Bernd Reichart, CEO der Mediengruppe RTL Deutschland. "Unsere Inhaltekompetenz und die Vertriebspower sowie das Technologie-Knowhow der Telekom samt ihrer leistungsstarken Infrastruktur sind ein perfektes Match. Gemeinsam wollen wir auch den Zukunftsmarkt der individualisierbaren Werbung auf Basis eines offenen technologischen Ökosystems unabhängig von globalen Tech-Plattformen erschließen."

Große Kampagne ab Dezember

Bei der Telekom begrüßt man die Stärkung des eigenen Angebots ebenfalls. "Wir verstehen uns seit jeher als Aggregator und setzen auf Kooperationen, um MagentaTV für unsere Kunden weiter auszubauen", sagt Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden der Telekom Deutschland. "Mit der Mediengruppe RTL haben wir einen starken Partner an unserer Seite, mit dem wir unsere Zusammenarbeit in den Bereichen Inhalte, Technologie und Vermarktung intensivieren werden."

Werblich wird die neue Kooperation mit einem großen Trommelwirbel angekündigt: In einem dreiminütigen Primetime-TV-Special am 17. November um 20.12 Uhr stellt die Mediengruppe RTL Deutschland das neue Angebot zeitgleich auf ihren Sendern RTL, Vox und Voxup, Ntv, Nitro, Super RTL und RTLplus vor. Das neue Angebot wird zudem mit einer großangelegten Marketing-Kampagne von Telekom und der Mediengruppe RTL begleitet. Die Kampagne startet Anfang Dezember – betreut wird sie von der Telekom-Agentur DDB. Details dazu will Michael Schuld noch nicht verraten - nur soviel: Es ist eine umfassende Kampagne, die "sehr lustig sein wird."



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde