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In naher Zukunft ist es möglich, sein Bewusstsein kurz vor dem Tod einfach hochladen zu lassen und somit in einer digitalen Welt weiterzuleben. App-Entwickler Nathan Brown (Robbie Amell) lässt sich nach einem Unfall mit einem selbstfahrenden Auto von seiner Freundin Ingrid (Allegra Edwards) dazu überreden, seinen Geist ins "Lakeview"-Jenseits zu transferieren. Dort begegnet ihm allerhand Kurioses: Von per Thermostat steuerbaren Jahreszeiten, über per Swipe befüllbare Kühlschränke, bis zu nervigen Pop-up-Kaugummi-Verkäufern ist alles dabei. Doch vieles ist nur über In-App-Käufe zu bekommen – und das wird für Nathan zum echten Problem, denn Freundin Ingrid muss alle Transaktionen genehmigen. Zu Spannungen kommt es auch, weil sich zwischen Nathan und seiner Kundenbetreuerin Nora (Andy Allo) bald eine starke Bindung entwickelt.

Greg Daniels ("The Office") neue Sci-Fi-Comedy schlägt mitunter auch ernste Töne an und fragt nicht nur nach Sinnhaftigkeit mancher technologischer Entwicklungen. Die Serie zeigt auch, welche neuen Ungleichheiten sie hervorbringen könnten.

Hier geht es zur Serie.

2. Und der Zukunft zugewandt

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Antonia (Alexandra Maria Lara), selbst überzeugte Kommunistin, wird Ende der 1930er als vermeintliche Spionin ins sowjetische Gulag verbannt. Erst zwölf Jahre später darf sie das Lager verlassen und wird gemeinsam mit ihrer schwerkranken Tochter in die DDR verfrachtet. Sie erhofft sich, dort endlich an ihrer Vision einer gerechteren Gesellschaft mitwirken zu können. Doch ihre Hoffnungen auf eine bessere Zukunft drohen jäh an der Realität zu zerschellen. Kaum angekommen, wird sie zwar mit Annehmlichkeiten, wie einer komfortablen Wohnung und einer prestigeträchtigen Position, überhäuft – muss aber umgehend eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. Dennoch kehrt sie ihrer Vision nicht den Rücken, sondern verteidigt sie sogar bis zur Selbstverleugnung.

Regisseur und Autor Bernd Böhlich inszeniert ein komplexes Bild der Anfangsjahre der DDR mit ebenso facettenreichen Figuren, basierend auf der Familiengeschichte Swetlana Schönfelds, die selbst als Mutter Antonias auftritt.

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3. Children of Men

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Die Welt 2027: Frauen sind unfruchtbar geworden, die Menschheit ist dem Untergang geweiht. Es herrscht Hoffnungslosigkeit, Terror nimmt überhand. Theo (Clive Owen) hat sich mit der Situation abgefunden und fristet ein bescheidenes Dasein in einem Londoner Ghetto – bis er von einer Terrorgruppe gekidnappt wird, die von seiner Ex-Frau (Julianne Moore) angeführt wird. Ihre Forderung: Er soll die junge, schwangere (!) Kee (Clare-Hope Ashitey) zum ominösen "Human Project", einem Zusammenschluss von Wissenschaftlern bringen, die sich die Rettung der Menschen zum Ziel gemacht haben. Schnell geraten sie ins Visier verschiedener Gruppierungen, die das Baby für ihre eigenen Ziele benutzen wollen.

Alfonso Cuaróns ("Roma") Dystopie bewegt sich zwischen besonders düsterer Sci-Fi und bildgewaltigem Actionthriller und überzeugt vor allem durch seine Intensität, die durch eine an Kriegsberichterstattung erinnernde Kameraarbeit verstärkt wird.

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4. Snowpiercer (Staffel 1)

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Nachdem die Menschen versucht haben, die Erderwärmung mit einem chemischen Kältemittel zu stoppen, bricht eine neue Eiszeit herein. Der Planet wird unbewohnbar, beinahe alles Leben wurde ausgelöscht. Nur diejenigen überleben, die sich auf den gigantischen Zug des mysteriösen Visionärs Mr. Wilford retten können. Während eine kleine Elite in der ersten Klasse allem erdenklichen Luxus frönt, lebt der Großteil der Passagiere am Ende des Zuges zusammengepfercht unter katastrophalen hygienischen Bedingungen. Erwählter Anführer der unterdrückten "Tailies" ist Layton (Daveed Diggs), der aber von Zugsprecherin Melanie Cavill (Jennifer Connelly) bald zur Aufklärung eines brutalen Mordfalls im vorderen Zugteil berufen wird.

Showrunner Graeme Manson ("Orphan Black") hat "Snowpiercer" – 2013 bereits von Regisseur Bong Joon-ho ("Parasite") inszeniert – in eine zehnteilige Serie übersetzt. Das Reboot ist deutlich zahmer geraten als die Filmvorlage, weiß dank einer originellen Idee in ungewöhnlichem Setting aber dennoch zu unterhalten.

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5. Wovon träumt das Internet?

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Filmemacher Werner Herzog geht auf Spurensuche nach der Vergangenheit des Internets, unterhält sich mit Forschern und Unternehmern über seine potenzielle Entwicklung in der Zukunft und philosophiert mit unterschiedlichen Protagonisten (u.a. Elon Musk) über die Bedeutung des World Wide Webs und von künstlicher Intelligenz für unser Leben. Die zehn Kapitel der Dokumentation beleuchten einzelne Phänomene, die in Verbindung zur Netzwelt stehen, ohne sich zu einer allgemeinen Aussage hinreißen zu lassen. Das Ergebnis ist eine gleichermaßen interessante wie schöne Collage über die wohl folgenreichste Erfindung des 20. Jahrhunderts.

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Text: Arabella Wintermayr



Autor: W&V Leserautor

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