Christina ist für Gillette im Geschäft.

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Zurück zu den Marken, die - wie jedes Jahr – wieder sehr präsent sind in der Klum-Show: in Verbindung mit Modeljobs, Produktplatzierungen oder Werbeeinblendungen in der Sendung. "Deshalb wird Germany’s next Topmodel im Netz auch immer wieder als Dauerwerbesendung beschrieben“, analysiert Vico wertende Beiträge zu den fünf meistdiskutierten Marken: Lidl, Opel, Braun, Maybelline und Deichmann.

Alle analysierten Marken seien zu überwiegenden Teilen negativ besprochen worden, der langjährige Partner Opel schneide in diesem Ranking mit einem Anteil von 34 Prozent positiver Beiträge noch am besten ab. So das Ergebnis von Vico.

Während Maybelline demnach immerhin noch in 20 Prozent der analysierten Beiträge positiv bewertet wird, ließen sich zu Braun der Vico-Analyse zufolge nur 9 Prozent positive Beiträge finden. "Lidl und Deichmann wurden sogar in keinem der stichprobenartig analysierten Beiträge positiv besprochen. Für die Nutzer im Netz versprühen Lidl und Deichmann zu wenig Glamour. Da scheint es auch nicht zu helfen, dass Heidi Klum gerade erst eine eigene Lidl-Kollektion entworfen hat", lautet das Urteil der Forscher.

Vico-Chef Marc Trömel betont: "Reichweite ist nun mal eine Sache, die richtige Reichweite und vor allem die richtige – positive – Resonanz eine ganz andere."

Die Beliebtheit der meistdiskutierten GNTM-Werbemarken im Netz.

Die Beliebtheit der meistdiskutierten GNTM-Werbemarken im Netz.

Zu beliebtes Werbeumfeld?

Hat das Image von "Germany’s Next Topmodel" als Werbeumfeld über die Jahre gelitten? Fakt ist: Heidi Klum hat für die Inszenierung ihrer Lidl-Kollektion an den Topmodel-Kandidatinnen während der aktuellen Staffel sehr viel Kritik einstecken müssen. Und Auswertungen von Ebiquity aus den Vorjahren belegen, dass das Werbeumfeld GNTM über die Jahre immer stärker und von immer mehr Kunden gebucht wurde. Mit mehr als 65 Millionen Euro Bruttoumsatz für die Staffel im Vorjahr steht die ProSieben-Show an der Spitze der umsatzstärksten deutschen TV-Shows.

Am Format selbst haben sich über die Jahre viele gerieben – Jugendschützer, Frauenrechtler, Verbände. Dieses Mal war der Protest gegen das Frauenbild, das "Germany’s Next Topmodel" vermittelt, besonders laut. Aber immer haben ProSieben und Heidi Klum das Schiff GNTM durch die Wogen in Gesellschaft und Medienpolitik geschaukelt.

Aktuell kommt erneut die Freigabe der Medienwächter: "Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat mehrere Folgen der 13. Staffel von Germany‘s Next Topmodel (GNTM) geprüft und dabei keine Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags festgestellt."

Das Format GNTM steht bei der Medienaufsicht seit Beginn seiner Ausstrahlung im Fokus der Medienaufsicht, unter anderem aufgrund von Programmbeschwerden, die sich auf das vermittelte Schönheitsideal und die vermeintlich missachteten Persönlichkeitsrechte der Teilnehmerinnen beziehen.

Ungerührt von all dem geht am Donnerstagabend die 13. Staffel bei ProSieben zur Primetime in Extralänge live zu Ende. Das Klum-Team trumpft im Düsseldorfer ISS Dom richtig auf: Als Special Guest wird Starfotograf Rankin Heidis "Meeedchen" live auf der #GNTM-Bühne aufnehmen. Es werden Dragqueens eingeflogen – ebenso wie die Starmusiker Shawn Mendes, Rita Ora, Wincent Weiss und Cro, die in der Final-Show ihre neuesten Songs präsentieren dürfen.

Für das Musikvideo zu "An Wunder" von Wincent Weiss standen die Topmodel-Anwärterinnen Pia und Toni ohnehin vor der Kamera. Auch mit der Musikbranche ist GNTM inzwischen verwoben.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.


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